+
Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes in Jänschwalde auf. Jeder Dritte will Kohlekraftwerke so schnell wie möglich stilllegen. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Umfrage zu Klimaschutz

Jeder Dritte will Kohlekraftwerke schnell abschalten

Die Stromproduktion aus Kohle ist eine der größten Treibhausgasverursacher in Deutschland. Ein Drittel der Bundesbürger will Kohlekraftwerke so schnell wie es geht abschalten.

Berlin (dpa) - Jeder dritte Bundesbürger will die deutschen Kohlekraftwerke so bald wie möglich abgeschaltet sehen - für den Klimaschutz. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Naturschutzorganisation WWF hervor.

Demnach sind etwa genau so viele Menschen der Ansicht, dass es gut wäre, die schmutzigsten Kohlekraftwerke schnellstmöglich abzuschalten, die restlichen Kohlekraftwerke aber noch eine Weile lang zu betreiben, zum Beispiel bis 2035. Jeweils neun Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, die Kohlekraftwerke bis maximal 2050 weiterlaufen zu lassen oder gar nicht abzuschalten.

Die Stromproduktion aus Kohle ist eine der wichtigsten Quellen für Treibhausgasemissionen in Deutschland. Experten warnen, dass die Erderwärmung nicht unter der kritischen Marke von zwei Grad Celsius gehalten werden kann, wenn alle Erdölvorkommen ausgebeutet werden und die Kohleverstromung so weiter läuft wie bisher.

Den von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgelegten Entwurf für den deutschen Klimaschutzplan 2050 findet der WWF Deutschland schwach. Er "spiegelt in keiner Weise das Ambitionsniveau des Pariser Klimaschutzabkommens wider", sagte Generaldirektorin Regine Günther.

Umfrage

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bundestagswahl im Live-Ticker: AfD-Fraktionssitzung - wer schließt sich Petry an?
Nach der Bundestagswahl geht es nun um die Frage: Wer koaliert mit wem? Die AfD trifft sich am Dienstag zur ersten Fraktionssitzung. Wir verfolgen alle Entwicklungen im …
Bundestagswahl im Live-Ticker: AfD-Fraktionssitzung - wer schließt sich Petry an?
Aggressive Trump-Tweets wegen Nachrichtenwert nicht gelöscht
Twitter will seine Nutzungsregeln anpassen, nachdem aggressive Tweets von US-Präsident Trump dem Kurznachrichtendienst den Vorwurf einer Sonderbehandlung einbrachten.
Aggressive Trump-Tweets wegen Nachrichtenwert nicht gelöscht
Kommentar: Die FDP als Vorbild
Der Wunsch der SPD, sich in der Opposition zu erneuern, ist nachvollziehbar. Warum sie sich an der FDP orientieren könnte, erklärt Mike Schier im Kommentar.
Kommentar: Die FDP als Vorbild
Politikwissenschaftler über die CSU: Söder wäre der Mann der Zukunft
Die CSU hat bei der Bundestagswahl überraschend hohe Verluste einstecken müssen. Was bedeutet das für die Regierungspartei? Politikwissenschaftler Prof. Heinrich …
Politikwissenschaftler über die CSU: Söder wäre der Mann der Zukunft

Kommentare