Menschen stehen in der Nähe eines beschädigten Gebäudeteils des Flughafens nach einer Explosion im Jemen.
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Menschen stehen in der Nähe eines beschädigten Gebäudeteils des Flughafens nach einer Explosion im Jemen.

Auch Schüsse fallen

Schockierende Bilder: Riesige Explosion auf Flughafen im Jemen - Viele Tote und Verletzte - Berlin verurteilt Tat

Furchtbare Bilder aus dem Jemen: Auf dem Flugplatz, auf dem gerade die neue Regierung gelandet war, kam es zu einer massiven Explosion. Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilt den Anschlag.

  • Im Jemen ist es zu einer riesigen Explosion am Flughafen von Aden gekommen.
  • Mindestens 26 Menschen sind gestorben.
  • Die neue Regierung war gerade gelandet, ist aber wohlauf. Huthi-Milizen werden als Täter verdächtigt.

Update vom 30. Dezember, 20.01 Uhr: Eine gewaltige Explosion erschütterte am Nachmittag den Flughafen der jemenitischen Stadt Aden. Dabei sind laut AFP mindestens 26 Menschen getötet worden. Die Explosionen ereigneten sich am Mittwoch kurz nach der Landung eines Flugzeugs mit Mitgliedern der neuen Einheitsregierung (siehe Erstmeldung). Nach Medizinerangaben wurden mehr als 50 Menschen verletzt.

Näheres zu den Opfern oder der Ursache der Explosionen wurde zunächst nicht bekannt. Auf Filmaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren raketenähnliche Geschosse zu sehen, die auf dem Rollfeld des Flughafens einschlugen, wo wenige Augenblicke zuvor eine große Menschenmenge versammelt war.

Der jemenitische Informationsminister Muammar al-Irjani machte die schiitischen Huthi-Rebellen für den Angriff verantwortlich. Nach seinen Angaben kamen bei den Explosionen keine Regierungsmitglieder zu Schaden. Auch Ministerpräsident Maeen Abdul Malek sprach von einem „feigen Terrorakt“. „Das wird unsere Entschlossenheit, unsere Pflicht zu erfüllen, nur noch steigern“, teilte er mit. Regierungssprecher Radschih Badi forderte eine internationale Untersuchung des Vorfalls.

Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths verurteilte den mutmaßlichen Angriff als „inaktzeptablen Gewaltakt“. Dieser unterstreiche, wie wichtig es sei, den Jemen „dringend zurück auf den Weg zum Frieden zu bringen“.

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den „feigen Anschlag“. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Angehörigen der Opfer“, erklärte das Ministerium auf Twitter. Deutschland werde weiterhin die Bemühungen zur politischen Beilegung des Konflikts im Jemen unterstützen, hieß es weiter.

Jemen: Explosion nach Landung eines Flugzeugs mit der neuen Regierung an Bord

Erstmeldung vom 30. Dezember, 16.04 Uhr:

Sanaa/Aden - Schwere Explosion im Jemen: Auf dem Flughafen der Stadt Aden sind am Mittwoch nach offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Dutzende wurden verletzt. Eine Sicherheitsquelle sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass einige der Verletzen schwer verwundet seien. Sie wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Explosion ereignete sich kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemen.

Jemen: Regierungschef beschuldigt vom Iran unterstützte Huthi-Miliz

Nach den Angaben von Informationsminister Muammar Al-Erjani sind der Regierungschef und seine Mitglieder aber wohlauf. „Wir versichern unseren Leuten, dass alle Kabinettsmitglieder sicher sind“, schrieb er via Twitter. Er sprach von einem „feigen Terroranschlag der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz“.

Der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Martin Griffiths, schrieb auf Twitter: „Ich verurteile den Angriff auf den Flughafen von Aden bei der Ankunft des Kabinetts und die Tötung und Verletzung vieler unschuldiger Zivilisten.“ Sein Beileid gelte allen Hinterbliebenen der Opfer. Der Sonderbeauftragte wünschte dem Kabinett Kraft, sich „den schwierigen Aufgaben zu stellen“. „Diese inakzeptable Gewalttat ist eine tragische Erinnerung daran, wie wichtig es ist, den Jemen dringend auf den Weg des Friedens zurückzubringen.“

Mehrere Schüsse begleiten die Explosion am Flughafen von Aden/Jemen

Augenzeugen zufolge wurde die Explosion von mehreren Schüssen begleitet. Fenster gingen zu Bruch. Die Hintergründe und das Ausmaß des Vorfalls blieben zunächst unklar.

In einer Zeremonie am Samstag hatte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi die 24 Minister der neu gebildeten Regierung in Saudi-Arabien vereidigt. Die neue Regierung besteht sowohl aus Vertretern des Nordens als auch des Südens und folgt auf ein Abkommen, auf das sich die Konfliktparteien 2019 in Saudi-Arabien geeinigt hatten. Das neue Bündnis der Regierung des Jemens mit den Separatisten des Südens soll deren Machtkampf in dem Bürgerkriegsland beilegen. Die Maschine aus Riad landete einer Quelle der jemenitischen Regierung zufolge inmitten eines „intensiven Sicherheitseinsatzes“ in Aden.

Jemen ist einer der ärmsten Staaten der Welt. Der Bürgerkrieg, in dem ein Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens seit 2015 gegen die Huthis kämpft, hat das Leid der Menschen deutlich vergrößert. 24 Millionen Menschen - was rund 80 Prozent der Bevölkerung entspricht - sind heute auf humanitäre Hilfe angewiesen. - cg mit dpa

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