+
Corbyn war nach dem Brexit-Referendum Ende Juni unter massiven Beschuss geraten. 

Vorstandswahl der Labour-Partei

Jeremy Corbyn bleibt Labour-Parteichef

Liverpool - Die britische Labour-Partei hat den Vorsitzenden im Amt, Jeremy Corbyn, bestätigt. Doch dieser ist durchaus umstritten. 

Rund 61,8 Prozent der Parteimitglieder stimmten in einer Urwahl für den 67-jährigen Altlinken, wie die Partei am Samstag in Liverpool bekanntgab. Auf den 46-jährige Abgeordnete Owen Smith als einzigen Herausforderer entfielen lediglich 38,2 Prozent der Stimmen. 

Corbyn nach Brexit-Referendum unter Beschuss 

Der 67-jährige linksorientierte Corbyn führt die Partei seit einem Jahr an. Der 46-jährige Abgeordnete Owen Smith galt dagegen als Außenseiter ohne echte Chance.

Die rund 650 000 Parteimitglieder und Sympathisanten hatten einen Monat Zeit, ihre Stimme abzugeben. Zugleich beginnt am Sonntag in Liverpool ein dreitägiger Parteitag.

Corbyn war nach dem Brexit-Referendum Ende Juni unter massiven Beschuss geraten. Eine breite Mehrheit der Abgeordneten startete eine "Palastrevolte" und sprach ihm das Misstrauen aus.

Zweifel, ob die Partei mit Corbyn gewinnen kann

Kritiker werfen Corbyn vor, sich im Brexit-Wahlkampf nicht genug für den Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt zu haben. Vor allem gibt es aber Zweifel, dass die Partei mit dem Altlinken Corbyn an der Spitze Wahlen gewinnen kann.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

SPD-Votum zur GroKo erreicht Mindestbeteiligung
Der SPD-Mitgliederentscheid hat das nötige Beteiligungsquorum bereits erreicht. Parteiführung wie GroKo-Gegner versuchen weiter, einen Ausgang jeweils in ihrem Sinne zu …
SPD-Votum zur GroKo erreicht Mindestbeteiligung
Juso-Chef in München: Ausgerechnet ein CSU-Wähler will ihn von GroKo überzeugen
Juso-Chef Kevin Kühnert ist das Gesicht der GroKo-Gegner in der SPD. Während die Partei entscheidet, tourt er durch Deutschland, um letzte unentschlossene Genossen zu …
Juso-Chef in München: Ausgerechnet ein CSU-Wähler will ihn von GroKo überzeugen
Merkel will EU-Mittel für Länder mit vielen Flüchtlingen
Dieser EU-Sondergipfel war nur der Auftakt: Der Haushaltsstreit in der Europäischen Union fängt jetzt erst richtig an. Aber vorerst gibt man sich zufrieden, denn es …
Merkel will EU-Mittel für Länder mit vielen Flüchtlingen
US-Botschaft in Jerusalem soll im Mai eröffnen
Washington (dpa) - Die neue US-Botschaft in Jerusalem soll nach Plänen der Regierung von Präsident Donald Trump schon im Mai dieses Jahres eröffnet werden. Das …
US-Botschaft in Jerusalem soll im Mai eröffnen

Kommentare