Gute Stimmung in Washington

Joe und Jill Biden ins Weiße Haus gezogen - Ex-Angestellter packt über die Trumps aus

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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Die Bidens sind am Wochenende in das Weiße Haus gezogen. Angestellte zeigen sich nun hocherfreut, die Residenz sei wieder mit Leben erfüllt.

  • Joe und Jill Biden sind in das Weiße Haus gezogen.
  • Viele der Angestellten seien froh, dass nun die Stimmung wieder besser sei.
  • Es gab wohl aber auch schon erste Veränderungen im Mitarbeiterstab der Präsidenten-Residenz.

Washington - Auf den neuen US-Präsidenten Joe Biden kommt zunächst einmal viel Arbeit zu. Vor allem der Kampf gegen das Coronavirus steht beim 78-Jährigen oben auf der Agenda. Doch auch etwas anderes musste in den ersten Tagen seiner Präsidentschaft erledigt werden: Der Umzug in das Weiße Haus. Am vergangenen Wochenende war es nun so weit: Präsident Biden und die First Lady Jill haben sich in der wohl berühmtesten Residenz eines Präsidenten niedergelassen.

Das soll wohl vor allem bei den Mitarbeitern des Anwesens für Freude sorgen. „Die Residenz ist wieder mit Leben erfüllt“, sagte eine namentlich nicht genannte Quelle gegenüber CNN. „Es ist wie in den Flitterwochen, wenn sich alles neu anfühlt.“ Dem Bericht zufolge gab es in den ersten Tagen bereits einen Kinoabend, bei dem sich die Enkel des US-Präsidenten auf den Sitzen stapelten, alles natürlich unter Einhaltung der Pandemie-Maßnahmen.

Joe und Jill Biden im Weißen Haus: Familie lebt sich gut ein - Hunde aus Delaware eingetroffen

Am Sonntag seien dann die Hunde aus Delaware eingetroffen, zwei deutsche Schäferhunde. In der Pressemitteilung des Weißen Hauses hieß es dazu: „Champ genießt sein neues Hundebett am Kamin und Major liebt es, südlich des Weißen Haues auf dem Rasen herumzulaufen.“ Champ lebt schon länger bei den Bidens, Major wurde von der Familie im Jahr 2018 von einer Station, die Haustiere rettet, aufgenommen.

Die Familie scheint sich gut eingelebt zu haben. Am Sonntag besuchte Joe Biden mit seinem Sohn Hunter und seinen Enkelinnen Finnegan und Maisy die Kirche. Der Besuch eines Restaurants in Washington am fünften Tag seiner Präsidentschaft lässt Biden nun gleichziehen in der Anzahl besuchter Restaurants mit Donald Trump. In dessen vier Jahren in Washington aß Trump nur selten auswärts und wenn, dann wohl nur im Steakhaus im Trump-Hotel.

Bidens ins Weiße Haus gezogen: Neue Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen Corona

Durch den Einzug der Familie Biden in das Weiße Haus veränderten sich dort auch die Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen Covid-19. „Jeder Mitarbeiter trägt eine Maske, besonders wenn er sich in der Nähe der Familie aufhält“, sagte ein langjähriger Mitarbeiter zu CNN. Die Mehrheit der Mitarbeiter habe zudem auch die erste Dosis der Impfung erhalten, einige bereits auch schon die zweite.

Joe und Jill Biden im Weißen Haus: Neue Chefdienerin im Amt

Ansonsten arbeite das Personal im Weißen Haus „wie gewohnt“. Timothy Harleth, leitender Angestellter und Chefdiener im Weißen Haus sei allerdings am Tag der Amtseinführung Bidens gegangen. Er wurde von Trump eingestellt. In der Regel bleiben Mitarbeiter des Weißen Hauses auch über mehrere Präsidentschaften hinweg Angestellte und sind politisch nicht mit den Präsidenten und den First Ladies verbunden. Harleth hingegen wechselte 2017 auf Wunsch von Melania Trump von Trumps Washingtoner Hotel in das Weiße Haus.

„Er war nicht besonders beliebt“, sagte nun ein ehemaliger Beamter des Weißen Hauses. Die Leitung des Büros des „chief usher“, sowas wie der Chefdiener des Weißen Hauses, hat nun Katie Hinson inne. Unter Trump war sie die Stellvertreterin von Harleth, bis die First Lady ihren Wunsch durchdrückte. (fmü)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/AP/dpa

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