Barack Obama und George W. Bush steht auf der Treppe des Kapitols. Joe Biden folgt ihnen.
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Ein schwerer Weg als der seiner Vorgänger? Joe Biden folgt auf Barack Obama (vorne li.) und George W. Bush (vorne re.)

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„Harte neue Welt“: Koryphäe analysiert zehn Gründe für eine schwere Amtszeit Bidens

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In den USA hat ein neues Kapitel begonnen. Aber auch die Welt ist eine andere - nicht zuletzt wegen Chinas Rolle: Warum Bidens Job so viel schwieriger sein wird als der seiner Vorgänger.

  • Joe Biden ist seit dem 20. Januar neuer US-Präsident.
  • Der Demokrat steht allerdings vor einer schwierigen Präsidentschaft - unter anderem wegen der neuen Stärke Chinas.
  • Graham Allison, renommierter Politikwissenschaftler und früherer US-Regierungsberater, nennt in dieser Analyse die zehn größten Herausforderungen für Bidens Präsidentschaft.
  • Dieser Artikel liegt erstmals in deutscher Sprache vor – zuerst veröffentlicht hatte ihn am 15. Januar 2021 das Magazin Foreign Policy.

Als Samuel P. Huntington und Warren Demian Manshel, die Gründer von Foreign Policy, mich 1970 baten, für ihre Erstausgabe zu schreiben, waren die Universitäten zerfressen von Studenten, die befürchteten, zum Kampf eingezogen zu werden und möglicherweise in einem sinnlosen Krieg in Vietnam zu sterben. Die zentrale Aussage meines Essays war, dass „No More Vietnams!“ ein neues außenpolitisches Mantra werden würde. Während in den 1950er-Jahren etwa zwei Millionen Amerikaner in den Kampf nach Korea geschickt worden waren und beim Verfassen meines Essays immer noch mehr als 300.000 US-Soldaten in Vietnam festsaßen, wettete ich, dass es im nächsten Jahrzehnt nichts Vergleichbares geben würde. Was ich mir jedoch nicht vorstellen konnte, war, wie drastisch der Rückgang der Toten bei Gefechten sein würde. Nach Schätzungen starben 33.000 Amerikaner bei Kämpfen in Korea und 47.000 in Vietnam. Aber seit dem Fall von Saigon im Jahr 1975 liegt die Gesamtzahl der US-Todesopfer in Gefechten bei weniger als 7500.

Mein Essay aus dem Jahr 1970 strotzt nur so vor jugendlicher Selbstüberschätzung im Hinblick auf die Erkennung von Trends und Prognosen für die kommenden Jahrzehnte. Fünfzig Jahre später habe ich erkannt, dass meine Kristallkugel trüber ist, als ich es mir damals vorgestellt habe. Heute schauen die USA auf ein annus horribilis zurück, das nicht nur eine Pandemie, sondern auch eine globale wirtschaftliche Rezession und den polarisierendsten Präsidentschaftswahlkampf seit Menschengedenken umfasste. Vor diesem Hintergrund sollte einem jeder, der vorgibt, Vertrauen in seine Vorhersagen zu haben, verdächtig sein.

Joe Biden beerbt Donald Trump: USA stehen vor der komplexesten Herausforderung ihrer Geschichte

Es ist dennoch möglich, einige Punkte zusammenzufügen, wenn man ganz genau hinschaut. Dann offenbaren sich zehn grundlegende Faktoren, die wahrscheinlich die großen internationalen Handlungen der Vereinigten Staaten in den kommenden Jahrzehnten bestimmen werden. Einige dieser Faktoren gehen auf die Tatsache zurück, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2021 ein deutlich anderes Land sind als zu der Zeit, als sie als Sieger aus dem Kalten Krieg hervorgingen – ganz zu schweigen von der Zeit, als sie nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Weltordnung schufen.

Andere Faktoren spiegeln die komplexeste internationale Herausforderung wider, der sich die politischen Entscheidungsträger in den USA je gegenüber sahen: ein aufstrebendes China, das dazu bestimmt ist, wie der frühere Premierminister Singapurs, Lee Kuan Yew, warnte, „der größte Akteur in der Geschichte der Welt“ zu werden. Die Auswirkungen des Aufstiegs Chinas auf die Vereinigten Staaten und die internationale Ordnung, deren Architekt und Hüter Washington war, werden das bestimmende Thema sein – und zwar nicht nur für die neue Regierung, sondern so weit das Auge reicht. Schlussendlich muss sich die US-Außenpolitik auch an den unaufhaltsamen technologischen Fortschritt anpassen, für den Grenzen gleichgültig sind und der neue Herausforderungen schafft.

Zusammengenommen geben diese neuen Realitäten dem neuen Präsidenten Joe Biden ein deutlich schwierigeres Blatt in die Hand als vielen anderen früheren US-Präsidenten.

1. USA so gespalten wie seit dem Bürgerkrieg nicht mehr

Erstens liegt die größte Herausforderung für politische Entscheidungsträger in den USA im Jahr 2021 und darüber hinaus im eigenen Land. Da ihre Nation so tief gespalten ist wie seit dem Bürgerkrieg nicht mehr, wird das, was die Amerikaner in ihrem eigenen Land tun – oder lassen – einen größeren Einfluss auf die Welt haben als jede Handlung außerhalb ihrer Grenzen. Wenn das Land nicht Wege findet, Anhänger der Republikaner und Demokraten wieder zu vereinen, das Vertrauen in seine demokratischen Institutionen wiederherzustellen und zum großen amerikanischen Projekt der Chancengleichheit für alle Bürger zurückzukehren, wird der Nation die Grundlage fehlen, von der aus sie ihre Rolle in der Welt spielen kann – und sie wird ins Taumeln geraten wie in den 1850er, 1860er und 1930er Jahren. Glücklicherweise – und vielleicht als eine glückliche Fügung – haben die Amerikaner gerade einen Präsidenten gewählt, der diese Herausforderung nicht nur rational sondern auch instinktiv versteht.

2. Wirtschaftsmacht der USA ist zurückgegangen

Zweitens lässt sich der eigentliche Grund, warum Bidens Blatt und das seiner Nachfolger so schwer zu spielen ist, am besten mit drei Zahlen illustrieren: Zu Beginn des Kalten Krieges 1950 produzierten die Vereinigten Staaten fast die Hälfte des weltweiten BIP, am Ende des Kalten Krieges 1991 ein Viertel und heute nur noch ein Siebtel.

Die Wirtschaft ist der Unterbau von Macht in internationalen Beziehungen. Wirtschaftliche Stärke finanziert Fähigkeiten und Reichweite von Militär und Geheimdienst und schafft globalen Einfluss durch Handel und Investitionen. Da die relative Wirtschaftskraft der USA abgenommen hat, ist die Auswahl an machbaren politischen Optionen geschrumpft. Die Anpassung an eine Welt, in der Washington es sich nicht mehr leisten kann, anderen Nationen kostenlose Sicherheit zu geben, alte Waffensysteme zu finanzieren, die das US-Militär liebt, aber nicht mehr notwendig sind, oder mit China gleichzuziehen, wenn es darum geht, ärmeren Nationen Kredite für Transport und digitale Infrastruktur zu geben, wird ebenso schmerzhaft wie notwendig sein.

3. US-Außenpolitiker müssen umdenken

Drittens ist das konzeptionelle Arsenal, auf das sich eine Generation von US-Außenpolitikern verlassen hat, nicht mehr brauchbar. Ihre Annahmen sind immer noch von der Überzeugung geprägt, dass der Sieg im Kalten Krieg die Universalisierung der westlichen liberalen Demokratie bedeutete. Diese Illusion verleitete viele in der Bush- und Obama-Regierung zu der Erwartung, dass der bloße Akt des Sturzes von Autokraten im Irak und in Libyen spontan Demokratien hervorbringen würde. Die Vision für eine Welt, in der alle Nationen die freien Märkte nutzen, um ihre Bürger reich zu machen, und die Demokratie, um sie frei zu machen, war zweifelsohne inspirierend. Aber heute ist es unmöglich, keine Miene zu verziehen, wenn man die Theorie der „Goldenen Bögen“ des Kolumnisten Thomas Friedman zur Konfliktvermeidung liest, die er 1996 in der New York Times darlegte: „ [Wenn ein Land] eine Mittelschicht hat, die groß genug ist, dass sich ein McDonald‘s lohnt, wird es zu einem McDonald‘s-Land, und die Menschen in McDonald‘s-Ländern führen nicht gerne Kriege; sie stehen lieber Schlange für Burger.“ Doch viele von denen, die beim Lesen dieser Zeile lächeln, fragen sich weiterhin, wie China – ein Land mit einer Mittelschicht, die größer ist als die Bevölkerung der USA, und mit 3600 McDonald‘s-Restaurants – sich weigern kann, seinen Platz in der von den USA geführten internationalen Ordnung einzunehmen.

4. China kann größer und stärker als die Vereinigten Staaten werden

Viertens stellt China die größte internationale Herausforderung für die Vereinigten Staaten in ihrer 244-jährigen Geschichte dar. Anders als die wirtschaftlich isolierte und technologisch eingeschränkte Sowjetunion – deren BIP nie die Hälfte des BIP der USA erreichte – besitzt China die Ressourcen, um deutlich größer und stärker als die USA zu werden. Es handelt sich also nicht einfach um einen Zwilling Russlands, der als weiterer Großmachtkonkurrent behandelt werden kann, sondern um einen Rivalen, dessen kometenhafter Aufstieg die grundlegende Machttektonik verschiebt.

Legt man die besten Maßstäbe für den Vergleich nationaler Volkswirtschaften zugrunde, so ist China bereits die größte Volkswirtschaft der Welt. Zudem hat China die USA als Hauptmotor von globalem Wachstum abgelöst. Von allen großen Volkswirtschaften war China die einzige, die Ende 2020 größer war als zu Beginn des Jahres. Politische Entscheidungsträger können die strukturellen Realitäten zwar leugnen, aber sie können ihnen nicht entkommen. Wie wir aus der Geschichte nur zu gut wissen, kommt es, wenn eine aufstrebende Macht eine herrschende Macht zu verdrängen droht, oft zu einem katastrophalen Krieg – selbst wenn keiner der beiden Rivalen dies beabsichtigt hatte, wie es 1914 in Europa der Fall war.

5. China ist Handelspartner Nummer eins vieler Länder - auch Japans, Australiens und Deutschlands

Fünftens ist das Gleichgewicht von wirtschaftlicher Macht auf dem Schachbrett des 21. Jahrhunderts genauso wichtig geworden wie das Gleichgewicht von militärischer Macht. Da das Regierungsmandat von Staatsoberhäuptern zu einem großen Teil von ihrer Fähigkeit abhängt, den Bürgern Wohlstand zu bringen, war der Versuch der Trump-Regierung, die Verbündeten der USA davon zu überzeugen, zwischen ihrer Sicherheitsbeziehung zu den USA und ihrer wirtschaftlichen Beziehung zu China zu wählen, ein Irrweg. Unabhängig von der Rhetorik wird es nicht zu so einer sogenannten Entkopplung zur Schaffung eines wirtschaftlichen Eisernen Vorhangs kommen. China ist die Fertigungsstätte der Welt und der Handelspartner Nr. 1 der meisten Länder, darunter Japan, Australien und sogar Deutschland. Als Großmeister der Geoökonomie hat China gelernt, alle Instrumente des wirtschaftlichen Zwangs einzusetzen, um geopolitische Ziele zu erreichen. Dies bietet einen lehrreichen Kontrast zu dem, was der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates als „Übermilitarisierung“ der US-Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges bezeichnete.

6. Militärmacht China

Sechstens bleiben die Vereinigten Staaten zwar die führende Militärmacht der Welt, aber China hat sich in der letzten Generation die eindrucksvollste Militärmacht Asiens aufgebaut. Das chinesische Verteidigungsbudget ist inzwischen fast sechsmal so hoch wie das japanische und fast viermal so hoch wie das indische. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten mit ihren globalen Verpflichtungen konzentrieren sich Chinas Verteidigungsanstrengungen hauptsächlich auf seine Grenzen und regionalen Gewässer. Dort hat es das Gleichgewicht der militärischen Macht an den wahrscheinlichsten Krisenpunkten, an denen es den Vereinigten Staaten gegenüberstehen könnte, insbesondere an der Taiwanstraße, zu seinen Gunsten verschoben. Der ehemalige stellvertretende US-Verteidigungsminister Robert Work hat zugegeben, dass von 18 Kriegsspielen des Pentagons, bei denen ein Krieg um Taiwan simuliert wurde, 18 für China und 0 für die Vereinigten Staaten ausgingen.

7. China ist auch ein ernsthafter technologischer Konkurrent

Siebtens ist China ist zu einem ernsthaften technologischen Konkurrenten geworden. Im Bereich der künstlichen Intelligenz – der Technologie, die im kommenden Jahrzehnt wahrscheinlich den größten Einfluss auf die Wirtschaft und die nationale Sicherheit haben wird – ist China jetzt ein „auf ganzer Linie gleichrangiger Konkurrent“ wie Eric Schmidt, der ehemalige Executive Chairman von Alphabet, und ich 2019 schrieben. Im Bereich 5G-Telekommunikations- und Finanzdienstleistungstechnologie ist China klar führend. Gleichzeitig sind die Beschränkungen der Trump-Regierung für den chinesischen Zugang zu fortschrittlichen Halbleitern eine deutliche Erinnerung daran, dass die USA in wichtigen Bereichen weiterhin einen Vorsprung haben. Während China aufgrund seiner Bevölkerungsgröße und seines Überwachungsstaates immer mehr Daten zur Verfügung haben wird, um die Fortschritte im maschinellen Lernen zu füttern, können die USA eine intelligente Einwanderungspolitik nutzen, um einen entscheidenden Vorteil zu behalten, indem sie Superstars aus den 7,8 Milliarden Menschen der Welt rekrutieren.

8. Atomwaffen und Klimawandel - Ko-Existenz ist alternativlos

Achtens leben wir in einer Welt der gegenseitig zugesicherten Zerstörung. Wie intensiv die Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China auch sein mag, Technologie und Natur – in Form von Atomwaffen und Klimawandel – zwingen beide zur Koexistenz, da die Alternative die „Ko-Zerstörung“ wäre. Die beiden Länder sind praktisch zu siamesischen Zwillingen geworden: Egal wie unausstehlich der eine für den anderen sein mag, wenn einer der Versuchung erliegt, den Rivalen zu erwürgen, begeht er damit Selbstmord. Heute kann einer der beiden weltweit größten Emittenten von Treibhausgasen das Klima so stören, dass keiner von ihnen darin leben kann. Washington und Peking müssen einen Weg finden, an dieser Front zusammenzuarbeiten, wenn sie einen lebenswerten Planeten erhalten wollen.

9. China könnte die USA bei Verteidigung und Geheimdienst überflügeln

Neuntens wird China, wenn seine Wirtschaft oder sein System nicht zusammenbricht, irgendwann in der Lage sein, Budgets für Verteidigung und Geheimdienst zu finanzieren, die größer sind als die der Vereinigten Staaten. Um ein Kräfteverhältnis zu schaffen, das Pekings Verhalten einschränkt, wird Washington andere wichtige Länder auf seine Seite der Waage der Macht ziehen müssen. Dies wird jedoch eine deutlich größere Herausforderung sein als während des Kalten Krieges. Nicht nur, dass jeder potenzielle Verbündete seine eigenen Interessen, Sorgen und Prioritäten hat – für die meisten anderen Länder wird China zudem ihre wichtigste Wirtschaftsbeziehung sein. So könnten sie sich in einigen sicherheitspolitischen Fragen zwar mit den USA gegen China verbünden, sich in wirtschaftlichen Fragen aber stärker mit China verbinden. Die kürzlich unterzeichnete Regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft ist ein gutes Beispiel für eine solche wirtschaftliche Verbindung.

10. Globalisierung bleibt eine entscheidende Kraft

Schlussendlich wird die Globalisierung trotz ihrer vielen Kritiker eine mächtige Kraft bleiben, die die internationalen Beziehungen umgestaltet. Viele Veränderungen sind zum Guten: So ist zwar der Anteil der USA am globalen BIP geschrumpft, aber der „wirtschaftliche Kuchen“ der Welt hat sich vergrößert – um mehr als das Hundertfache zwischen 1950 und heute. Die von den USA geleitete Globalisierung, die auf dem Fundament der von den USA geführten Weltordnung aufbaut, hat in fast jeder Dimension enorme Vorteile gebracht, darunter für Wissenschaft, Medizin, Technologie, Produkte, Lebensmittel, Ideenaustausch, menschliche Erfahrungen und das Lebensgefüge selbst. Gleichzeitig müssen die politischen Entscheidungsträger diese Gewinne mit der Realität abwägen, dass der unerbittliche globale Wettbewerb in jedem Land Störungen sowie asymmetrische Folgen zwischen den Ländern verursacht.

All diese Faktoren erfordern, dass Washington über seine traditionelle Strategie hinausgeht, Probleme mit Ressourcen zu überschütten. Die Amerikaner werden lernen müssen, differenzierter zu unterscheiden zwischen nationalen Interessen, die wirklich lebenswichtig sind, und anderen, die nur lebhaft sind. In dieser schweren neuen Welt werden große Ambitionen durch verminderte Fähigkeiten beschränkt und verminderte Ergebnissen hervorbringen. Nichtsdestotrotz gilt, was der Investor Warren Buffett in den letzten fünf Jahrzehnten wiederholt äußerte: Niemand hat jemals auf lange Sicht Geld verdient, indem er die Vereinigten Staaten unter Wert verkauft hat. Ich setze darauf, dass Biden und seine Nachfolger die strategische Vorstellungskraft aufbringen werden, um zu tun, was notwendig ist, um die Interessen der Vereinigten Staaten erfolgreich zu schützen und voranzubringen.

von Graham Allison

Graham Allison ist Professor für Regierungslehre an der Harvard Kennedy School, an der er auch der Gründungsdekan war. Er ist ehemaliger Assistant Secretary of Defense der USA und der Autor von Destined for War: Can America and China Escape Thucydides’s Trap?

Dieser Artikel war zuerst am 15. Januar 2021 in englischer Sprache im Magazin „ForeignPolicy.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern von Merkur.de zur Verfügung.

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