„Es geht ihm großartig“

US-Präsident Biden stürzt vor laufender Kamera - Donald Trump Jr. veröffentlicht prompt hämischen Kommentar

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
    schließen

Ein „Fehltritt“ ist für Joe Biden gerade unangenehm. Er ist vor laufender Kamera gestürzt. Seine Gegner schlachten den Vorfall aus.

  • US-Präsident Joe Biden muss sich regelmäßig Seitenhiebe auf sein Alter gefallen lassen.
  • Jetzt ist er auf dem Weg in die Präsidentenmaschine „Air Force One“ gestolpert.
  • Donald Trump Junior ergriff sofort die „Gelegenheit“ und ließ den Vorfall nicht unkommentiert.

Washington - Ist es einfach eine menschliche Panne - oder schon ein „PR-Desaster“, wie manche behaupten? US-Präsident Joe Biden ist auf dem Weg in die Präsidentenmaschine „Air Force One“ ins Straucheln geraten. Der 78-Jährige stieg am Freitag in Washington zunächst zügig die Gangway hinauf, trat aber etwa auf halber Strecke neben eine Stufe.

In der Folge stolperte er noch zwei Mal und landete schließlich auf seinem linken Knie, wobei er sich mit seiner rechten Hand am Geländer festhielt. Biden stand wieder auf, strich sich die Hose glatt und setzte seinen Weg zur Flugzeugtür ohne weitere Zwischenfälle fort. Oben angekommen drehte der US-Präsident sich um und salutierte den Soldaten vor der Maschine, bevor er das Flugzeug betrat.

Biden-Sturz erregt Aufsehen: „Es geht ihm einfach großartig“

Auf das Missgeschick angesprochen sagte Bidens Vize-Sprecherin Karine Jean-Pierre: „Es geht ihm gut. Es geht ihm einfach großartig.“ Der US-Präsident war auf dem Weg nach Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, um dort nach dem Schusswaffenangriff auf mehrere Massagestudios mit acht Todesopfern Vertreter der asiatischstämmigen Gemeinschaften zu treffen.

Nach Informationen des Guardian machte ein weiterer Weißes-Haus-Sprecher das windige Wetter für den Sturz verantwortlich. Die britische Zeitung erinnert in dem Zusammenhang daran, dass sich Biden erst kurz nach seiner Wahl am Bein verletzte. Beim Spielen mit seinem Schäferhund verstauchte er sich den rechten Knöchel und zog sich kleine Stressfrakturen im Fuß zu. Biden musste eine Zeit lang einen stiefelartigen orthopädischen Stützschuh tragen.

Überdies habe er seine Vizin Kamala Harris erst diese Woche versehentlich „Präsident Harris“ genannt. „Das nehmen Konservative als Beweis für altersbedingten Verfall“, warnt der Guardian.

Donald Trump Jr. greift Biden-Sturz auf: „Es war nicht der Wind, Leute“

Auf Häme musste Biden nach seinem Sturz jedenfalls nicht lange warten. Donald Trump Junior, Sohn des Ex-US-Präsidenten Donald Trump und anders als sein Vater nicht auf Twitter gesperrt, postete ein Spaß-Video, in welchem zu sehen ist, wie sein Vater einen Golfball schlägt, der dann Biden am Kopf trifft und ausknockt. „Es war nicht der Wind, Leute“, twitterte Donald Trump Junior dazu.

Allerdings ist Biden nicht allein. Auch Ex-Vizepräsident Mike Pence stolperte bereits beim Air-Force-One-Einstieg (Juni 2020). Und im selben Monat hatte der damalige Präsident Donald Trump sichtliche Schwierigkeiten, sich auf einer Rampe in West Point zu halten. Biden war im November 78 Jahre alt geworden. So alt wie er war vor ihm noch kein US-Präsident bei der Amtsübernahme. (frs mit Material der AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Patrick Semansky/dpa

Auch interessant

Kommentare