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Kim Jong Un rief zum „uneingeschränkten Kampf gegen die USA“ auf.

Säbelrasseln aus Nordkorea

Kim Jong Un: Amerikaner sind "Kannibalen"

Seoul - Nordkorea verstärkt nach dem Vorwurf gravierender Menschenrechtsverstöße seine Angriffe auf die USA.

Eine Woche nach der Verabschiedung einer UN-Resolution zu Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea hat Staatschef Kim Jong Un ein Museum über US-Kriegsverbrechen während des Koreakriegs besucht. Die Ausstellung zu einem Massaker in der Gemeinde Sinchon zeige, das die US-Armee aus "Kannibalen" bestehe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim am Dienstag. Die Soldaten hätten "Spaß am Abschlachten". Nordkorea wirft den USA vor, in Sinchon im Jahr 1950 mehr als 35.000 Zivilisten getötet zu haben. Die Koreaner sollten die Kriegsgräuel der USA nicht vergessen, wurde Kim am Dienstag von den Staatsmedien zitiert. Der Machthaber rief zum „uneingeschränkten Kampf gegen die USA“ auf.

Der Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung hatte am Dienstag vergangener Woche eine Resolution verabschiedet, die Nordkorea vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen könnte. Grundlage ist ein UN-Bericht, der detailliert das System von Nordkoreas Gefangenenlagern mit Folter, standrechtlichen Hinrichtungen und Vergewaltigungen beschreibt. Am Sonntag bezeichnete Nordkoreas oberstes militärisches Gremium das Vorgehen der Vereinten Nationen als "Kriegserklärung". Es warf den USA vor, hinter der Beschlussvorlage zu stehen, und drohte mit einem neuen Atomtest. Unterstützern der Resolution drohte Pjöngjang "katastrophalen Folgen" an.

dpa/AFP

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