So inszeniert sich Nordkoreas Diktator Kim Jong Un
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Für viele sitzt Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un fest im Sattel. Doch hundertprozentig sicher ist man sich im Ausland nicht. Eins scheint dagegen gewiss: Kim liebt öffentliche Auftritte.
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Lachend im Kreis von Soldaten, sorgend unter Patienten und interessiert bei Kulturveranstaltungen: Nordkoreas junger Machthaber Kim Jong Un scheint nicht nur den öffentlichen Auftritt zu lieben. Er zeigt sich leutselig und volksnah. Dazu gehört auch seine Teilnahme an der Eröffnung neuer Vergnügungsparks in Pjöngjang oder eines teuren Skiressorts. Während im Land die Lebensmittelmittel knapp sind und für den Großteil der Menschen das Leben ein täglicher Existenzkampf ist, sieht das Regime in solchen Einrichtungen Wohltaten für die Bürger.
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Die Bilder, die die unerschöpfliche Propaganda-Maschinerie Nordkoreas wöchentlich veröffentlicht, sollen einen Machthaber zeigen, der omnipräsent ist und sich um die Menschen sorgt. Vor kurzem berichteten die Staatsmedien von einem Besuch Kims in einer Zahn-Klinik und einem Kinder-Krankenhaus, wo er Ratschläge erteilt. Am nächsten Tag sah man ihn auf Bildern lässig auf dem Polstersitz einer Konzerthalle, wo er sich an der Seite seiner Frau Ri Sol Ju eine Aufführung der „Moranbong“-Band anschaute.
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Die meisten Bilder jedoch stammen von Inspektionsbesuchen bei Armee-Einheiten. Diese Besuche wie auch den Führerkult hat der nach abweichenden Angaben 30 oder 31 Jahre alte Kim von seinem Vater Kim Jong Il übernommen. Der hatte 17 Jahre lang bis zu seinem Tod im Dezember 2011 mit eiserner Faust geherrscht.
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Auch ideologisch sieht man den Sohn in der Nachfolge seines Vaters. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die „Militär-zuerst“-Politik, die die Handschrift des Vaters trägt. An dem Atomwaffenprogramm hält Pjöngjang auch unter Kim Jong Un fest - trotz allen internationalen Drucks. Bild: Eine Figur seines Vaters Kim Jong Il im Museum "Internationale Freundschafts-Ausstellung".
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Schon kurz nach seiner Machtübernahme zeigte das Regime Bilder von Kim Jong Un, wie er etwa einen Panzer fährt, auf einem Pferd reitet und Schießübungen verfolgt. Mit der glorifizierenden Darstellung will Pjöngjang nach Meinung von Beobachtern zeigen, dass sich die Bürger mit Kim als Oberkommandierendem keine Sorgen zu machen brauchen.
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Doch zugleich will sich der Sohn von seinem Vater abheben. Galt dieser als eher öffentlichkeitsscheu, scheint sein jüngster Sohn den Rummel zu suchen. Es ergibt sich dabei ein widersprüchliches Bild. Kim Jong Un soll bis 1998 unter anderem Namen in der Schweiz eine internationale Schule besucht haben. Das Schweizer Wochenmagazin „L'Hebdo“ berichtete 2010, seine Mitschüler hätten Kim als schüchtern und introvertiert beschrieben.
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Im Ausland gilt Kim als politisch unerfahren und wenig zuverlässig. Auf Auslandsreisen ist er als Machthaber noch nicht gewesen - nicht einmal beim wichtigsten Verbündeten China.

So präsentiert er sich der Welt

Kim Jong Un - Nordkoreas Machthaber im Porträt

Pjöngjang - Wie gefestigt ist Nordkoreas Diktator Kim Jong Un in seiner Macht? Fest steht: Alle wichtigen Ämter liegen in seinen Händen, er beseitigt Gegner und liebt die Inszenierung.

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