+
Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Paul Ziemiak, sieht nach der Einigung auf einen Koalitionsvertrag eine große Unzufriedenheit an der CDU-Basis. Foto: Monika Skolimowska

Kritik an Ressortverteilung

JU-Chef Ziemiak sieht große Unzufriedenheit an der CDU-Basis

Vor allem die Ministeriumsverteilung sorgt für deutliches Unverständnis in der CDU. "Es brodelt eigentlich an allen Stellen", sagt JU-Chef Ziemiak. Der Preis für ein Weiterregierung vielen in der Partei zu hoch.

Berlin (dpa) - Nach der Einigung von CDU/CSU und SPD auf eine neue große Koalition sieht der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak eine große Unzufriedenheit an der Basis der Union.

"Es brodelt eigentlich an allen Stellen", sagte Ziemiak im Deutschlandfunk. Er forderte ein "Zeichen der Erneuerung" in der Bundesregierung, bei den Bundesministern, bei den Staatssekretären. "Es darf einfach in dieser Regierung kein "Weiter so" geben", mahnte Ziemiak und fügte an: "Die Union muss sich wiederfinden auch in ihrer Aufstellung, in ihrem Markenkern, aber auch für die Zukunft."

Kritiker sehen die CDU vor allem bei der Ministeriumsverteilung zu kurz gekommen. Die SPD, die bei der Wahl im September deutlich schwächer abgeschnitten hatte, bekommt sechs Ministerien, darunter die besonders wichtigen für Finanzen, Äußeres und Arbeit/Soziales - die CDU neben Kanzlerin und Kanzleramtschef nur fünf. Die CSU bekommt drei Ministerien.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Missbrauchsfälle: Katholische Kirche am Pranger
Die Kirche am Pranger: In den USA werden allein im Staat Pennsylvania über 300 Priester des Kindesmissbrauchs bezichtigt. Der Vatikan spricht von "Scham". Auch die …
Missbrauchsfälle: Katholische Kirche am Pranger
Gedenkfeier in Barcelona am Jahrestag des Terroranschlags
Barcelona (dpa) - Ein Jahr nach der blutigen Todesfahrt auf der Flaniermeile Las Ramblas gedenkt Barcelona heute der Opfer des Anschlags. Zunächst sollen Blumen auf dem …
Gedenkfeier in Barcelona am Jahrestag des Terroranschlags
Als Reaktion auf Wagenknecht: Jetzt wollen Uni-Professoren eine „liberale Bewegung“ gründen
Sahra Wagenknecht möchte mit einer linken Sammlungsbewegung Furore machen. Als Reaktion formiert sich jetzt eine „liberale“ Bewegung. In der Linken gibt es unterdessen …
Als Reaktion auf Wagenknecht: Jetzt wollen Uni-Professoren eine „liberale Bewegung“ gründen
Merkel-Besuch: Kanzlerin mahnt Augenmaß bei Kritik an - und wird bepöbelt
Bei einem Besuch in Sachsen hat Angela Merkel (CDU) für Augenmaß geworben, wenn es um Kritik geht. Von politischen Gegnern wurde sie kurz darauf beschimpft.
Merkel-Besuch: Kanzlerin mahnt Augenmaß bei Kritik an - und wird bepöbelt

Kommentare