ARD stellt „Lindenstraße“ ein

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Nachwuchspolitikerin Ricarda Lang.

Streit auf Facebook

„Wir schicken sie auf die Insel“: JU München Nord sorgt für Eklat im Netz

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Grüne Jugend und JU München Nord haben auf Facebook einen handfesten Streit geliefert - die jungen Christsozialen traten dabei unter die Gürtellinie. Ein CSU-Abgeordneter hat sich nun distanziert.

München - Die Forderung der Grünen Jugend, Menschen, deren Heimat durch den Klimawandel bedroht ist, in Europa ein neues Zuhause zu bieten, hat auch unter den politischen Nachwuchsorganisationen in München einen Streit entfacht.

Die Vorsitzende Ricarda Lang hatte zuvor erklärt: „Die EU sollte den Bewohnern von Inselstaaten die europäische Staatsbürgerschaft anbieten und ihnen eine würdevolle Migration ermöglichen.“ Ein solcher Klimapass wäre nach Dafürhalten der nationalen Vorsitzenden der Grünen Jugend nicht nur eine Frage von Solidarität, sondern auch von Verantwortung. Die Grünen-Politikerin meinte zum Beispiel kleine pazifische Inselstaaten wie Fidschi, Kiribati oder Vanuatu, wo der steigende Meeresspiegel Sorgen bereitet.

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„Wir schicken sie auf so eine Insel“

Die Junge Union München-Nord postete nach dem Vorschlag Langs auf deren Facebook-Seite: „Gegenvorschlag: Wir schicken einfach die Grüne Jugend-Sprecherin auf so eine Insel. Ohne Worte.“ Dies wiederum erzürnte die Grüne Jugend München. 

Deren Antwort: „Es wird immer widerlicher: Während die CSU sich über die ,Hetze’ gegen sie beklagt, will ihre eigene Jugendorganisation unsere Bundessprecherin auf einer Insel verrecken lassen. Sie wird seit Tagen mit einer beispiellosen Flut von Gewaltfantasien überschüttet. Weil sie bedrohten Menschen helfen will.“ Lang hatte dem ZDF ein Interview gegeben, Auf der Facebook-Seite des ZDF gibt es mittlerweile 2500 Kommentare, viele davon mit ähnlichem Inhalt wie jener der Münchner JU Nord.

Der Münchner CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger hat sich von dem Post distanziert und erklärt, dies sei ein Alleingang von Teilen der JU München-Nord. 

Klaus Vick

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