+
Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen gedenken die Menschen den vier Opfern mit Blumen und Kerzen.

Jahrestag des Anschlages

Jüdisches Museum in Brüssel: Attentäter schweigt

Brüssel - Ein Jahr nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel sind die Ermittlungen ins Stocken geraten. Der mutmaßliche islamistische Täter schweigt über die Hintergründe der Tat.

Auch ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag mit vier Toten auf das jüdisches Museum in Brüssel schweigt der mutmaßliche Täter. Der Franzose Mehdi Nemmouche verweigere nach wie vor die Aussage über seine Motive, berichtete der belgische Nachrichtensender RTBF am Sonntag.

Am 24. Mai 2014 hatte der Mann in dem Museum ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und einen Belgier erschossen. Der damals 29 Jahre alte mutmaßliche Täter war sechs Tage nach dem Verbrechen in Südfrankreich festgenommen und später nach Belgien ausgeliefert worden.

Der Mann soll nach Angaben der Ermittler als selbsternannter „Gotteskrieger“ zuvor in Syrien gekämpft haben. Offen sei immer noch, ob er Mitglied einer größeren Gruppe war, wer ihn beauftragt und bezahlt habe, berichtete der Radiosender.

Das Museum hatte knapp vier Monate nach dem Attentat mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen wieder seine Tore geöffnet. Vor dem Jahrestag besuchte der belgische Innenminister Jan Jambon das Ausstellungshaus. „Dieses Museum ist eine permanente Erinnerung an die Gefahren, die uns immer noch bedrohen“, sagte Jambon laut belgischer Nachrichtenagentur Belga.

In Belgien gibt es immer wieder islamistische Vorfälle. Zu Jahresbeginn hatten Spezialheiten der belgischen Sicherheitsbehörden in Verviers zwei mutmaßliche Dschihadisten erschossen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hendrik Meier ist der erste Nachtbürgermeister Deutschlands
In Mannheim wurde der erste Nachtbürgermeister Deutschlands gewählt. Dieser soll vor allem bei Konflikten im Nachtleben vermitteln.
Hendrik Meier ist der erste Nachtbürgermeister Deutschlands
Fall Skripal: Russischer Diplomat verlangt britische Beweise
Einem Pressebericht zufolge haben die Ermittler im Fall des mit Nowitschok vergifteten Ex-Spions russische Verdächtige identifiziert. Eine Bestätigung dafür gibt es …
Fall Skripal: Russischer Diplomat verlangt britische Beweise
Seehofer legt Messlatte für Söder hoch: Absolute Mehrheit sei noch möglich
Nach dem historischen Tief im Bayerntrend will Horst Seehofer die 38-Prozent-CSU wieder aufrichten. Er verlangt mehr Teamgeist. Und redet ausgerechnet jetzt erstmals von …
Seehofer legt Messlatte für Söder hoch: Absolute Mehrheit sei noch möglich
Trumps irre Show nach dem Treffen mit Putin
Seit Tagen irritiert Donald Trump mit Klarstellungen und Dementis zum Treffen mit Kremlchef Putin. Sein Fazit: Es war einfach großartig - So großartig, dass der …
Trumps irre Show nach dem Treffen mit Putin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.