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Publizist und Journalist Jürgen Todenhöfer.

Experte im Interview

Todenhöfer: Das ist der einzig schwache Punkt des IS

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München - In einem Interview mit einer jüdischen Zeitung erzählt Reporter Jürgen Todenhöfer von seinen IS-Recherchen und verrät vor wem der IS wirklich Angst hat.

Zehn Tage verbrachte Journalist Jürgen Todenhöfer im selbsternannten Kalifat des Islamischen Staates. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er ein Buch über seine Erlebnisse mit dem Titel "Inside IS". Das war Ende 2014, und sein Expertenstatus ist weiter ungebrochen. Nun hat er einer jüdischen Zeitung, Jewish News, ein Interview gegen - seine Antworten überraschen.

Gegenüber der Zeitung verriet Todenhöfer nämlich, dass die einzige Armee, die die Kämpfer des IS fürchten würden, jene Israels sei. Ihm gegenüber hätten die Terroristen gesagt, dass sie wüssten, dass Israel zu stark für sie sei. Im Gegensatz dazu hätten die Kämpfer des IS keine Bedenken gegen britische oder US-Soldaten in den heiligen Krieg zu ziehen, so Todenhöfer weiter. Diese seien im Gegensatz zur Israel Defense Force (kurz IDF) auch nicht so gut in Guerilla-Taktiken und terroristischer Strategie ausgebildet: "Sie sagten mir, dass die israelische Armee die wahre Bedrohung für sie sei", meint der Publizist Todenhöfer gegenüber der jüdischen Zeitung und gibt zu bedenken: "In Mossul leben 10.000 Kämpfer unter 1,5 Millionen Bürgern auf 2.000 Appartements verteilt. Ein sehr schwieriger Einsatz für westliche Soldaten."

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