Sieht schlimmer aus, als es ist

Schreck-Moment im Bundestag: Julia Klöckner stürzt böse auf den Stufen

Kurz vor Beginn der Generaldebatte im Bundestag ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner umgeknickt und auf den Stufen hingefallen.

  • Im Bundestag laufen die abschließenden Beratungen für den Bundeshaushalt.
  • Kurz vor Beginn der Generaldebatte erleidet Julia Klöckner allerdings einen kleinen Unfall.
  • Die Landwirtschaftsministerin stürzt böse auf den Stufen des Plenarsaals.

Berlin - Schreck-Moment für Julia Klöckner am Mittwoch. Die Bundeslandwirtschaftsministerin stürzte am Morgen im Bundestag und sorgte für einen Schreck. Denn die CDU-Politikerin knickte kurz vor Beginn der Generaldebatte um das Etat 2021 um und stürzte auf den Stufen des Sitzungssaals.

Kein gelungener Start in die Diskussion über den Bundeshaushalt, der im kommenden Jahr stark von der Corona-Krise geprägt sein wird. Viele haben angesichts der hohen Verschuldung Bedenken. Doch so weit war es im Parlament noch gar nicht gekommen, als die Ministerin stürzte.

Kurz vor Haushalts-Debatte: Julia Klöckner stürzt im Bundestag

Der Zwischenfall ereignete sich direkt neben der Regierungsbank und hinter Innenminister Horst Seehofer (CSU). Der schien vom Unglück seiner Kollegin allerdings nicht viel mitzubekommen. Dafür eilte von anderer Seite schnell Hilfe dabei. Mehrere Kollegen, darunter Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) halfen Klöckner vom Boden auf. Auch die Brille, die Klöckner beim Sturz verloren hatte, gab er ihr direkt wieder.

Die Kavallerie kommt sofort: Olaf Scholz eilt zur Hilfe

Sturz im Bundestag: Ministerin Julia Klöckner hat sich nicht verletzt

Was übel aussah, war aber nicht so schlimm. Denn ernsthaft wehgetan hat sich die Bundesministerin zum Glück nicht. Schon kurze Zeit nach dem Sturz ist sie wieder auf den Beinen. Lächelnd signalisiert sie, dass nichts passiert ist. Der Generaldebatte folgte sie auf der Regierungsbank und bearbeitete zwischendurch Akten. Später teilte Klöckner mit: „Strumpfhose hin, aber sonst alles gut.“

Nichts passiert: Nach dem Sturz geht es Klöckner offenbar gut.

Die Versammlung zur Klärung des Bundeshaushalts für das kommende Jahr ist auf etwa vier Stunden angesetzt und startete direkt mit hitzigen Wortgefechten. Nachdem Olaf Scholz bereits die Schuldenpläne der großen Koalition für das kommende Jahr verteidigt hatte, spricht am Mittwoch auch Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst und erklärt ihre Politik.

Bundeskanzlerin Merkel: Sie fordert härtere Regeln gegen Corona

Sie hat die hohe Neuverschuldung im Haushalt verteidigt und auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie verwiesen. „Wir leben in einer Ausnahmesituation“, sagte Merkel bei der Generaldebatte im Bundestag. „Und wir müssen etwas dafür tun, dass wir in dieser besonderen Situation auch besonders handeln, und das drückt dieser Haushalt aus.“ Für das kommende Jahr sind neue Kredite in Höhe von fast 180 Milliarden Euro vorgesehen.

Bei der Schilderung der aktuellen Fallzahlen wird die Kanzlerin ungewohnt emotional. „Der wichtigste Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus bei uns ist das verantwortliche Verhalten jedes Einzelnen und die Bereitschaft zum Mitmachen“, beschwört sie. Besonders die aktuelle Entwicklung der Infektionen mache ihre Sorge. Sie nennt die aktuellen Todeszahlen: „590 Tote. Es tut mir sehr leid.“ Daher deutet sie Verschärfungen der Regeln an. Zuvor hatte AfD-Fraktionschefin Alice Weidel als erste Rednerin des Tages deutliche Kritik an den bisherigen Corona-Einschränkungen geäußert: „Auch nach einem Dreivierteljahr stochern Sie immer noch im Nebel und klammern sich an die untaugliche Holzhammermethode „Lockdown“, die mehr Kollateralschäden anrichtet als Nutzen im Kampf gegen das Coronavirus“. (mam/dpa)

Rubriklistenbild: © Tobias SCHWARZ / AFP

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