+
Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat am Donnerstag offiziell seine eigene Partei gegründet

Drei Grundwerte und ein Ziel

Assange gründet offiziell Wikileaks-Partei

Victoria - Julian Assange hat eine Wikileaks-Partei gegründet. Der Gründer der Enthüllungsplattform hat ganz klare Ziele für seine Fraktion - und drei Grundwerte definiert.

Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat am Donnerstag offiziell seine eigene Partei gegründet. Ihre Grundwerte seien Transparenz, Verantwortung und Gerechtigkeit, schrieb der Gründer der Enthüllungsplattform in einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Australien". Die Wikileaks-Partei tritt demnach bei der Wahl des Senats mit sieben Kandidaten in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Western Australia an. Ziel sei es, die besten investigativen Journalisten des Landes in das Oberhaus des Parlaments zu bringen.

Auch Assange selbst will sich in Victoria zur Wahl stellen. Der 42-jährige Australier harrt seit mehr als einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London aus, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Er fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm wegen Geheimnisverrats eine lebenslange Haftstrafe. Den etablierten Parteien warf Assange vor, Gesetze heimlich und ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit zu verabschieden. Eine Politik, die auf unzureichenden Informationen beruhe, werde seine Partei nicht akzeptieren, kündigte er an.

Wikileaks: So denken die Amis WIRKLICH über Merkel & Co.

Wikileaks: So denken die Amis WIRKLICH über Merkel & Co.

Die Wahl ist für November geplant. Premierminister Kevin Rudd will im Wahlkampf auch mit einer harten Linie gegen Asylsuchende punkten. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, ab sofort keine Bootsflüchtlinge mehr aufzunehmen und diese direkt in das arme Papua Neuguinea zu schicken. Eine der ersten Aktionen seiner Partei werde es sein, eine detaillierte Veröffentlichung des bilateralen Abkommens zu verlangen, schrieb Assange.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Müller-Westernhagens Abrechnung in NDR-Talkshow: Leute zu blöd für die Demokratie 
Marius Müller-Westernhagen war am Freitag zu Gast in der beliebten NDR-Talkshow „3nach9“ - der Rock-Star gab provokante Thesen ab. 
Müller-Westernhagens Abrechnung in NDR-Talkshow: Leute zu blöd für die Demokratie 
Kampf gegen den Plastikmüll: Brüssel plant Verbote
Plastik im Park, Plastik in den Ozeanen, Plastik im Blut: Das sei das neue Umweltproblem, weiß auch EU-Kommissar Oettinger. Die Brüsseler Behörde hat einiges in petto - …
Kampf gegen den Plastikmüll: Brüssel plant Verbote
Sagte Helmut Kohl bewusst Unwahrheit über „blühende Landschaften“?
Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat laut einem "Spiegel"-Bericht Jahre vor seinem Tod intern eingeräumt, die Öffentlichkeit über den Zustand der neuen …
Sagte Helmut Kohl bewusst Unwahrheit über „blühende Landschaften“?
Seehofer verteidigt Pläne für Asylzentren
Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Horst Seehofer hält trotz Kritik aus den Bundesländern an den von der Regierungkoalition geplanten Asylzentren fest.
Seehofer verteidigt Pläne für Asylzentren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.