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Julian Assange hat sich am Freitag auf Twitter zu Wort gemeldet.

Wikileaks-Gründer 

Assange meldet sich auf Twitter: „Ich vergebe und vergesse nichts“

London - Fünf Jahre versteckte Julian Assange sich in einer Londoner Botschaft, nun rückt seine Freiheit ein Stück näher. Via Twitter äußert der Wikileaks-Gründer mit bitteren Worten.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich erstmals zur Einstellung der schwedischen Ermittlungen geäußert. „Sieben Jahre lang ohne Anklage festgehalten (...), während meine Kinder großgeworden sind und mein Name verleumdet wurde“, schrieb der 45-jährige Australier am Freitag auf Twitter. Er fuhr fort: „Ich vergebe und vergesse nicht.“ 

Assange spielte mit seiner Äußerung auf die knapp fünf Jahre seines Aufenthalts in der Botschaft Ecuadors von 2012 bis 2017 sowie auf eine frühere Festnahme 2010 in Großbritannien an.

Die britische Regierung wollte sich am Freitag nicht dazu äußern, ob bereits einen Auslieferungsantrag für den Wikileaks-Gründer Julian Assange vorliegt. Man werde dies weder bestätigen, noch dementieren und sich auch nicht zu Spekulationen äußern, heißt es in einer Mitteilung. Falls Assange die ecuadorianische Botschaft in London verlassen sollte, seien die Polizei und andere Strafverfolgungsbehörden zuständig.

Assange: Habe Recht auf politisches Asyl

Assange hat darauf gepocht, ein Recht auf politisches Asyl zu haben. Daher sei die Behauptung, man könne ihn in Großbritannien festnehmen, „nicht haltbar“. Der Konflikt mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten sei noch nicht beendet. Ob er die ecuadorianische Botschaft in London demnächst verlasse, ließ Assange am Freitag bei seinem Auftritt offen.

Nach jahrelangem Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London ist Wikileaks-Gründer Julian Assange seiner Freiheit einen großen Schritt nähergekommen. Die schwedische Staatsanwaltschaft stellte das von ihr seit 2010 betriebene Vergewaltigungsverfahren gegen den 45-Jährigen am Freitag ein. 

dpa

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