Personaldebatte

Weitermachen? Junge CSUler für Seehofer 2018

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München – Junge CSU-Politiker unterstützen die Gedankenspiele von Horst Seehofer, über 2018 im Amt bleiben zu wollen.

„Es ist sicher eine Option, wenn er fit ist und weitermachen will. Ich könnte mir das gut vorstellen“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union, Hans Reichhart, dem Münchner Merkur. Er gab aber zu bedenken, im Endeffekt werde Seehofer daran gemessen, wie er seine Nachfolge gestalte. Der Chef der CSU-Grundsatzkommission, Markus Blume (39), sagte, es dürfe „keine Denkverbote geben“. 2018 müsse der Stärkste antreten. Blume mahnt allerdings, man habe besprochen, die nächsten zwei Jahre keine Personaldebatten zu führen.

Seehofer hatte eine erneute Kandidatur in einem „Spiegel“-Interview überraschend nicht mehr ausgeschlossen. In der Partei wird das kontrovers aufgenommen. Innenminister Joachim Herrmann begrüßte das als realistische Option. „Wir sollten jetzt unsere Arbeit tun“, mahnte hingegen Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle. Die Europagruppenvorsitzende Angelika Niebler kritisierte: „Wir brauchen diese Debatte jetzt nicht.“ Auch Daniela Ludwig, die Chefin der CSU-Verkehrskommission, verlangt, man solle sich „lieber um Dinge wie eine adäquate Unterbringung von Flüchtlingen oder die Sicherung der Infrastruktur kümmern“ als mal wieder um Personaldebatten, „für die es definitiv zu früh ist“.

JU-Bundesvize Katrin Albsteiger sagte, Seehofer sei der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Alles weitere werde 2018 entschieden. Derzeit seien Personalfragen „so sinnvoll wie Kühlschränke in der Antarktis“.

Die Hauptbeteiligten der Debatte schweigen weiterhin. Seehofer selbst legte seit dem Wochenende nicht nach. Die als Kronprinzen für 2018 hauptsächlich gehandelten Minister Markus Söder und Ilse Aigner halten sich in der Deckung.

Christian Deutschländer

Rubriklistenbild: © dpa

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