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Prozessauftakt

Junger Syrer wegen IS-Kontakten vor Gericht

Ein junger Syrer muss sich vor dem Amtsgericht verantworten. Ihm wird die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Dresden - Wegen Kontakten zum islamistischen Terrornetzwerk IS muss sich seit Mittwoch ein junger Syrer vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Ihm wird unter anderem die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Laut Anklage besteht der Verdacht, dass er einen Anschlag geplant haben könnte.

Demnach soll er im August vergangenen Jahres mit seinem Handy im Internet eine PDF-Datei mit einer arabischsprachigen Anleitung für einen Selbstmordanschlag heruntergeladen haben. Schon drei Monate zuvor soll er auf seiner Facebook-Seite eine IS-Fahne veröffentlicht und sich der Organisation angedient haben. Inwieweit es konkrete Planungen gab, ist aber unklar.

Angeklagter fällt unter Jugendstrafrecht

Der Prozess findet vor dem Jugendschöffengericht statt, weil der Angeklagte laut Gutachten zwischen 17 und 19 Jahren alt ist und damit noch unter das Jugendstrafrecht fällt. Er soll 2012 aus Syrien geflohen und 2015 nach Deutschland gekommen sein. Seit August 2017 befindet sich der Syrer in Untersuchungshaft. Das Gericht hat vier Verhandlungstage bis zum 26. April terminiert, drei Zeugen sind geladen.

Zum Auftakt des Prozesses wurde der Angeklagte streng abgeschirmt. Auf Antrag der Verteidigung hatte das Gericht die Verhandlung in einen Saal verlegt, der einen direkten Zugang zum Hafttrakt hat, so dass der junge Mann von der Öffentlichkeit ungesehen zur Verhandlung gebracht werden konnte.

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dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Marc Tirl (Symbolbild)

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