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Juri Luschkow mit Edmund Stoiber in Moskau.

Bekannt für Korruption und Vetternwirtschaft

Eines der bekanntesten Gesichter Russlands: Politiker stirbt bei Routineoperation in München

Der Russe Juri Luschkow starb bei einer Routineoperation in München. Der ehemalige Bürgermeister von Moskau war eines der bekanntesten Gesichter Russlands.

  • Juri Luschkow, der ehemalige Bürgermeister von Moskau, starb in München mit 83 Jahren.
  • Er war für eine Routineoperation in München.
  • Luschkow war bekannt für seine Korruption und Vetternwirtschaft.

Moskau - Juri Luschkow, eines der bekanntesten Gesichter Russlands und lange ein politisches Schwergewicht als Bürgermeister Moskaus, ist im Alter von 83 Jahren in München gestorben. Das teilte die russische Botschaft in Berlin am Dienstag auf ihrer Webseite mit. Demnach starb Luschkow in einer Klinik. Seinen Angehörigen werde geholfen, den Leichnam nach Moskau zu überführen, hieß es in der Mitteilung. Medien in Moskau berichteten, dass Luschkow zu einer Routineoperation in München gewesen und dort gestorben sei.

Luschkow war mehr als 18 Jahre Bürgermeister von Moskau 

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Luschkow habe in der schweren postsowjetischen Zeit viel für die Stadt und die Moskauer getan. Luschkow regierte Moskau von 1992 an mehr als 18 Jahre lang. 2010 entfernte der damalige Präsident Dmitri Medwedew den Machtmenschen mit der - angeblich schusssicheren - Schiebermütze aus dem Amt, um Platz für Sobjanin zu machen.

Zu Wort meldete sich Luschkow zuletzt vor allem als Präsident des russischen Imkerverbandes. 1991 hatte er während des Putschversuchs gegen den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow an der Seite des russischen Präsidenten Boris Jelzin zu den Organisatoren des Widerstands am Weißen Haus in Moskau gehört. Als Ehemann der einst reichsten Frau Russlands, der Milliardärin Jelena Baturina, wusste er als autoritäres Polit-Fossil sowjetischer Prägung stets ein gewaltiges Geschäftsimperium hinter sich.

Luschkow stand für korruptes und von Vetternwirtschaft geprägtes System

Der am 21. September 1936 in Moskau geborene Luschkow stand wie kein anderer für ein durch und durch korruptes und von Vetternwirtschaft geprägtes System in der größten Stadt Europas. Immer wieder gab es Kritik, er habe die Metropole mit reichlich Kriminalität und großer Umweltverschmutzung zu einer der teuersten weltweit gemacht.

Im Zentrum Moskaus sind Schüsse gefallen: Ein bis mehrere Täter sollen die Geheimdienstzentrale angegriffen haben.

dpa

Ein Mann erschießt am helllichten Tag einen anderen Mann - das Opfer kämpfte früher gegen Russland. Jetzt bezeichnet der Russische Präsident Putin als blutrünstigen Banditen.

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