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Debatte um Cohn-Bendit

Ministerin: Sage nicht wegen Pädo-Vorwürfen ab

Stuttgart - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) kommt nicht zur Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit. Mit der Pädophilie-Debatte um Cohn-Bendit habe das aber nichts zu tun.

Das liege aber an Termingründen und habe nichts mit der aktuellen Debatte um frühere Äußerungen des Europaabgeordneten zu tun, erklärte die Theodor-Heuss-Stiftung am Donnerstag. Cohn-Bendit hatte in einem Buch aus dem Jahr 1975 seine Zeit in einem anti-autoritären Kindergarten thematisiert. Dabei werden auch Intimitäten zwischen ihm und kleinen Kindern beschrieben. Cohn-Bendit sowie Kinder und Eltern von damals betonten, es habe keinen Missbrauch gegeben.

Affären: Diese Politiker sind NICHT zurückgetreten!

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Bundesverfassungsgerichts-Präsident Andreas Voßkuhle hatte wegen der Debatte seine Festrede abgesagt. Leutheusser-Schnarrenberger hingegen habe schon Anfang Februar aus Termingründen abgesagt, erklärte die Theodor-Heuss-Stiftung. Ursprünglich sollte die Ministerin das Schlusswort halten. Der Preis soll am 20. April in Stuttgart an Cohn-Bendit verliehen werden. Die Stiftung hält nach wie vor an ihrem Preisträger fest.

Ein Youtube-Video zeigt die umstrittenen Äußerungen Cohn-Bendits.

dpa

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