Prämie, wenn Kind zu Hause bleibt

Kabinett beschließt Betreuungsgeld und erntet viel Kritik

München - Ungeachtet der Einwände zahlreicher Verbände hat das Kabinett den Weg für die Umwandlung des umstrittenen Betreuungsgeldes in eine bayerische Landesleistung freigemacht.

„Es geht um die Umsetzung eines Kernanliegens der bayerischen Bildungspolitik“, betonte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag. Nun ist der Landtag am Zug.

Wie bisher sollen Eltern 150 Euro monatlich bekommen können, wenn sie ihre ein- und zweijährigen Kleinkinder nicht in einer Krippe betreuen lassen. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten. So wäre nahtloser Übergang von der Bundes- zur Landesleistung gesichert.

Eine Mehrzahl der von der Staatsregierung befragten Verbände hatte teils kräftige Einwände gegen das Betreuungsgeld angemeldet. Viele forderten, das Geld lieber in den Ausbau von Kitas zu investieren. Auch SPD, Grüne und Freie Wähler lehnen das Betreuungsgeld strikt ab.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Freundliche Worte, guter Wille und Hinweise auf erwartete Schwierigkeiten bei den Jamaika-Verhandlungen: Nach einem ersten Abtasten haben sich Union, FDP und Grüne am …
CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Das erste Abtasten und ein Gruß vom Balkon: Bei zwei getrennten Treffen sondiert die Union mit FDP und Grünen. Die Bilanz nach dem Schnuppertag ist verhalten positiv, …
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. …
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten
US-Präsident Donald Trump hat den Streit um die angeblich mangelnde patriotische Gesinnung von Sportstars erneut angeheizt. Jetzt nimmt der Präsident die NFL ins Visier.
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten

Kommentare