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Drei NATO-Soldaten starben am Freitag bei einem Selbstmordanschlag in Kabul.

Kabul

Drei NATO-Soldaten bei Anschlag getötet

Kabul  - Bei einem Selbstmordanschlag  der radikalislamischen Taliban  in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Freitag drei NATO-Soldaten getötet worden.

Wie die Militärallianz und die afghanische Polizei mitteilten, jagte der Attentäter nahe einem Militärkonvoi ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug in die Luft. Zur Nationalität der Opfer machten weder die NATO noch die afghanischen Behörden Angaben. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff.

Der Anschlag ereignete sich am Mittag (Ortszeit, 09.30 Uhr MEZ) auf einer Hauptstraße, die Dschalalabad, die Hauptstadt der östlichen Provinz Nangarhar, mit Kabul verbindet. Die Straße führt an mehreren Regierungs- und Militärkomplexen vorbei. Am Anschlagsort waren mehrere Rettungswagen und gepanzerte NATO-Fahrzeuge im Einsatz, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Einem Sprecher der Polizei in Kabul zufolge wurden bei dem Anschlag auch "vier oder fünf Zivilisten verletzt". Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Wie Augenzeugen berichteten, standen auch mehrere schwer beschädigte andere Autos neben den Überresten des Attentäterfahrzeugs.

Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid erklärte unmittelbar nach dem Attentat, einer ihrer "Kämpfer" habe einen Autobombenanschlag auf einen Konvoi ausländischer Streitkräfte verübt. Dabei seien "zwölf US-Soldaten getötet und weitere verletzt" worden. Außerdem seien die Militärfahrzeuge der Truppe schwer beschädigt worden. Die Taliban sind dafür bekannt, bei ihren Angriffen die Opferzahlen auf der Gegenseite zu übertreiben.

Die ISAF-Kampftruppen sollen bis Ende 2014 das Land verlassen, anschließend sind noch Ausbildungs- und Unterstützungsmissionen vorgesehen. Im April kommenden Jahres stehen in Afghanistan außerdem Präsidentschaftswahlen an. Vor dem Hintergrund beider Ereignisse haben die Taliban immer wieder erklärt, ihren Druck auf ausländische Soldaten und die afghanischen Behörden zu erhöhen. Sie streben nach der Machtübernahme im Land, während die Regierung Versöhnungsgespräche anpeilt.

Erst am ersten Weihnachtsfeiertag waren zwei Raketen auf dem Gelände der US-Botschaft in Kabul eingeschlagen. Verletzt wurde dabei aber niemand. Bereits zuvor war eine Rakete nahe eines Hügels eingeschlagen, auf dem ehemalige Könige und Mitglieder der früheren Königsfamilie in einem Mausoleum begraben sind. Auch dabei gab es keine Opfer. Die Taliban bekannten sich zu den Angriffen.

AFP

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