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Jaroslaw Kaczynski hält an den Reperationsforderungen fest.

Forderungen bekräftigt

Kaczynski: „Polen verzichtet auf keinen Fall auf Reparationen“

Der Chef der polnischen Regierungspartei Jaroslaw Kaczynski hat in einem Interview an den Reperationsforderungen gegenüber Deutschland festgehalten. Eine offizielle Forderung gibt es bislang aber nicht.

Warschau - Jaroslaw Kaczynski hat seine Forderung nach deutschen Reparationszahlungen bekräftigt. „Auf keinen Fall haben wir die Absicht, (auf Reparationsforderungen) zu verzichten“, sagte der Chef der nationalkonservativen Regierungspartei PiS dem Politikmagazin „Sieci Prawdy“. Es gebe „keine rechtliche Grundlage dafür, dass Deutschland uns (Reparationen) verweigern könnte“.

Man müsse die Angelegenheit zunächst „sorgfältig vorbereiten und sie zu einem internationalen Problem machen“ um später zu „konkreteren Schritten“ überzugehen, erklärte er.

Ganz unabhängig davon, ob Deutschland zahlen werde, böten die Entschädigungsforderungen eine Gelegenheit, zu zeigen, „was während des Zweiten Weltkriegs wirklich in Polen passiert ist“. Außerdem erlaube die Debatte, eine „präzisere Identifizierung der „deutschen Partei“ in Polen“. Man müsse nur den Politikern der Opposition zuhören, die die Reparationsforderungen „erbittert bekämpfen“.

In den letzten Wochen hatten sich Mitglieder der polnischen Regierung immer wieder für Reparationsforderungen an Deutschland ausgesprochen, darunter auch Premierministerin Beata Szydlo. Eine offizielle Forderung der Regierung gab es bisher allerdings noch nicht. Ein Gutachten des polnischen Parlaments war zu dem Ergebnis gekommen, dass Polen Anspruch auf Reparationen hat. Die Bundesregierung verwies auf frühere Verzichtserklärungen aus dem Nachbarland: Polen habe 1953 auf weitere Forderungen verzichtet und dies später mehrfach bestätigt, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

dpa

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