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In Libyen eskaliert die Gewalt.

UN zieht Mitarbeiter ab

Libyen: Flughäfen stellen Betrieb ein

Tripolis - Nach heftigen Kämpfen wird an den wichtigsten Flughäfen Libyens der Betrieb eingestellt. Zunächst in Tripolis, dann in Misrata. Die UN-Mission zieht Mitarbeiter ab.

In Libyen eskaliert die Gewalt. Blutige Kämpfe rivalisierender Milizen um den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis haben den Luftverkehr in dem nordafrikanischen Land weitgehend lahmgelegt. Bei den schwersten Gefechten seit Monaten wurden laut Medienberichten sieben Menschen getötet und 36 weitere verletzt. Die Vereinten Nationen äußerten sich am Montag besorgt - und zogen ihre Mitarbeiter aus dem Krisenland ab.

Nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Lana wurde einen Tag nach dem Gewaltausbruch am Sonntag auch der Betrieb am wichtigen Airport Misrata „aus technischen Gründen“ eingestellt. Zuvor war bereits der Flugverkehr in Tripolis für mindestens drei Tage gestoppt worden. Der Betrieb in Misrata wird laut Lana von Tripolis aus kontrolliert.

Islamistische Bewaffnete aus der Stadt Misrata hatten den internationalen Flughafen der Hauptstadt am Sonntag angegriffen. Dieser wird von Brigaden aus der Stadt Al-Sintan kontrolliert. Die Angreifer erlitten nach stundenlangen Kämpfen eine schwere Niederlage, wie die Zeitung „Al-Sharq al-Awsat“ unter Berufung auf die libysche Regierung berichtete.

Ban Ki Moon "äußerst besorgt"

Aus Misrata und Al-Sintan stammen die mächtigsten Milizen Libyens. Sie konkurrieren um die Vorherrschaft im Land. Während der Zusammenstöße wurde der Flughafen von Raketen getroffen, wie mehrere libysche Medien berichteten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich „äußerst besorgt“ über die „dramatische Zunahme der Gewalt“ in Tripolis. „Solche Aktionen machen die Opfer sinnlos, die so viele Libyer während der Revolution gebracht haben, um einen Rechtsstaat zu errichten“, erklärte Ban in New York. Er rief alle Seiten zu Zurückhaltung auf und forderte Gespräche zwischen den Beteiligten.

Die UN-Mission in Libyen (Unsmil) zog ihre Mitarbeiter unterdessen „vorübergehend“ ab. Sie sollten, „sobald es die Sicherheitslage erlaubt“, wieder in das Land zurückkehren, hieß es auf der offiziellen Webseite. Das Einsatzteam war den Angaben nach bereits in der vergangenen Woche bereits nach und nach verkleinert worden.

Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 hat es die libysche Regierung nicht geschafft, das Land unter Kontrolle bringen. Immer wieder kommt es zu Kämpfen zwischen Milizen. Auch terroristische Organisationen sind dort aktiv.

dpa

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