+

Regierung gegen Huthi-Rebellen

Kämpfe lösen Massenflucht im Jemen aus

Sanaa - Allein im Juni sind bereits 20.000 Menschen aus ihren Dörfern im Jemen geflohen. Auch die Hilfsorganisationen müssen sich aus der umkämpften Region zurückziehen.

Kämpfe zwischen Regierungstruppen und schiitischen Huthi-Rebellen haben im Jemen eine Massenflucht ausgelöst. Nach Angaben aus den Vereinten Nationen sind seit Anfang Juni rund 20 000 Menschen aus ihren Dörfern geflohen.

Wegen der schwierigen Sicherheitslage in der Provinz Amran nördlich der Hauptstadt Sanaa ziehen sich auch die Hilfsorganisationen zurück, wie der Leiter der Organisation „Islamic Relief“, Saddam al-Edeini, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag sagte. „Die Gefechte werden von Tag zu Tag heftiger.“ Die Zahl der Flüchtlinge steige und viele lebten unter schlimmen Bedingungen.

Die bewaffneten Auseinandersetzungen haben örtlichen Medien zufolge bereits Dutzenden Menschen das Leben gekostet. Auch am Donnerstag dauerten die Kämpfe an, wie das Nachrichtenportal „Mareb Press“ berichtete. Die Huthi-Rebellen, die sich zum saiditisch-schiitischen Islam bekennen, hatten 2004 einen bewaffneten Aufstand begonnen, um für ihre Stammesgebiete in der Nordprovinz Saada Unabhängigkeit zu erringen. Der Konflikt eskalierte mehrfach zum Bürgerkrieg. Seit Jahresbeginn dehnten die Huthi ihr Herrschaftsgebiet deutlich in Richtung Süden aus.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erst im Juni soll über Griechenland-Kredite entschieden werden
Brüssel - Das pleitebedrohte Griechenland muss trotz harter Sparanstrengungen weiter auf eine feste Zusage für einen neuen Kredit warten. Eine Einigung der Euro-Staaten …
Erst im Juni soll über Griechenland-Kredite entschieden werden
Trump soll Geheimdienstler um positive Aussage gebeten haben
Washington - US-Präsident Donald Trump hat einem Bericht der Zeitung „Washington Post“ zufolge zwei hochrangige Geheimdienstchefs gebeten, ihn öffentlich von Vorwürfen …
Trump soll Geheimdienstler um positive Aussage gebeten haben
Nato will Österreich von Partnerprogrammen ausschließen
Wien - Wegen der Spannungen zwischen Wien und Ankara sollen Österreichs Soldaten künftig nicht mehr mit Nato-Ländern zusammen üben können und auf unbestimmte Zeit von …
Nato will Österreich von Partnerprogrammen ausschließen
19 Tote nach Explosion bei Konzert in Manchester - Terrorermittlungen
Eine Explosion reißt Besucher eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande in den Tod. Die Ursache ist noch unklar. Die Polizei behandelt den Vorfall in der …
19 Tote nach Explosion bei Konzert in Manchester - Terrorermittlungen

Kommentare