Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester
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Bundespolizisten halten nahe Rosenheim Ausschau nach Schleuser-Fahrzeugen. 

Wichtige Informationsquelle

Kampf gegen Schleuser: Bundeswehr befragt gerettete Flüchtlinge

Tarent - Auch wenn noch unklar ist, ob es jemals zum Einsatz von Gewalt kommt: Im Mittelmeer arbeiten deutsche Soldaten derzeit an der Grundlage für EU-Militäreinsätze gegen Schleuserbanden. Eine der wichtigsten Informationsquellen sind gerettete Flüchtlinge.

Bei dem Einsatz der deutschen Bundeswehr im Mittelmeer werden gerettete Flüchtlinge gezielt zu ihrem Wissen über Schleuserbanden befragt. „Im Rahmen des Einsatzes verifizieren wir Informationen, zum Beispiel über Sammelpunkte, Routen oder die Strukturen, in denen die Netzwerke arbeiten“, sagte Fregattenkapitän Marc Metzger in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Mit Hilfe der Beiträge, die andere Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge lieferten, könne so eine Bewertung der „mafiösen Strukturen“ erfolgen. Um die Befragungen an Bord der deutschen Fregatte „Schleswig-Holstein“ kümmerten sich Kräfte der sogenannten Feldnachrichtentruppe.

An der EU-Operation im südlichen Mittelmeer sind derzeit insgesamt vier Schiffe sowie zwei Flugzeuge und drei Hubschrauber aus mehreren Mitgliedstaaten beteiligt. In der aktuellen Phase I des Einsatzes sollen die beteiligten Soldaten möglichst genaue Informationen über die Aktivitäten von Menschenschmugglern sammeln. Diese schicken Migranten vor allem von der Küste des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen aus auf den lebensgefährlichen Weg über das Meer in Richtung Europa.

Danach ist in den Phasen II und III des Einsatzes geplant, Schleuser-Schiffe zu beschlagnahmen und zu zerstören. Ob es jemals zum Einsatz von Gewalt kommt, gilt allerdings als ungewiss, weil dafür zumindest in libyschen Hoheitsgewässern ein UN-Mandat oder die Zustimmung der libyschen Behörden benötigt wird.

Deutschland hat für Phase I des Militäreinsatzes neben der Fregatte „Schleswig-Holstein“ den Einsatzgruppenversorger „Werra“ zur Verfügung gestellt. Die Schiffe mit rund 300 Soldaten an Bord waren Ende Juni die ersten, die neben dem Flaggschiff „Cavour“ unter Befehl des zuständigen Konteradmirals Andrea Gueglio gestellt wurden. Aufmerksamkeit erregte die Bundeswehr im Mittelmeer bislang vor allem mit ihren Seenotrettungseinsätze. Allein deutsche Marinesoldaten retteten seit Anfang Mai mehr als 7000 Menschen aus Seenot.

dpa

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