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Florian von Brunn und Natascha Kohnen werden nun zu Konkurrenten.

Brunn und Kohnen

Kampfkandidatur um SPD-Vorsitz

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München – Im Landtag arbeiten die beiden eng und vertraut zusammen – dennoch werden Natascha Kohnen und Florian von Brunn nun zu Konkurrenten. Von Brunn erwägt, für den SPD-Landesvorsitz gegen Kohnen zu kandidieren.

Offiziell will sich der 48-Jährige, der gerade einen Todesfall in der Familie verkraften muss, nicht äußern. Am kommenden Dienstag werde er sich erklären. Insider gehen aber fest von einer Kandidatur aus.

Der Münchner gehört eher zum linken Flügel der Bayern-SPD, acht Jahre lang war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel. Im Landtag sitzt er erst seit dieser Legislatur, konnte sich aber als Umwelt- und Verbraucherpolitiker rasch als politisches Talent profilieren. Er gehört zu den Hauptkritikern der Staatsregierung im Bayern-Ei-Skandal. In der Partei wurde er bislang als möglicher Generalsekretär unter Kohnen gesehen. Doch eine Reihe von Kritikern, vor allem aus der Berliner Landesgruppe, drängen ihn nun in die erste Reihe. Von Brunn stehe, anders als die langjährige Generalsekretärin Kohnen, für einen wirklichen Neuanfang der Bayern-SPD.

„Ich fand das Verfahren ungut“, sagt von Brunn zur Pressekonferenz des scheidenden Florian Pronold, der für die Partei überraschend Kohnen zur Wunschnachfolgerin kürte. Tags darauf schlug die Generalsekretärin, die als Vertraute von Martin Schulz gilt, eine Urwahl vor.

Von Brunn möchte der Bayern-SPD ein stärkeres eigenes Profil gegenüber dem Bundesverband geben. Und auch die unzufriedene Basis einbinden. Die Initiative „Die Mutigen“ gebe es nicht von ungefähr. Ob es weitere Kandidaten für den Landesvorsitz gibt, ist offen. Die Frist läuft bis Ende des Monats. 

Mike Schier

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