Die „Cimarron National Grasslands“ bei Elkhart im US-Bundesstaat Kansas.
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Die Geografie US-Bundesstaates Kansas setzt sich aus zwei Dritteln flacher Prärie und einem Drittel bewaldeter Hügel zusammen.

Der Sonnenblumenstaat der USA

US-Bundesstaat Kansas: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Kansas ist seit jeher Hochburg der Republikaner. Auch bei den Präsidentschaftswahlen ist der US-Bundesstaat fest in roter Hand. Alle Hintergründe von der Geschichte bis zur Wirtschaft auf einen Blick.

  • Kansas ist der größte Weizenproduzent der USA.
  • Der US-Bundesstaat liegt mitten in der Tornado Alley.
  • In Kansas liegt eine der Hauptproduktionsstätten von Boeing.

Topeka – Der US-Bundesstaat Kansas hat seinen Namen vom Indianervolk der Kansa, was im Dialekt der Sioux in etwa „Volk des Südwinds“ bedeutet.

Seinen Beinamen „Sonnenblumenstaat“ trägt Kansas, weil überall wilde Sonnenblumen wachsen. Sie sind ein wichtiger Teil des Ökosystems und wurden bereits von den Indianern kultiviert.

Kansas – Geschichte und Gründung des Bundesstaates

Die Geschichte von Kansas weist über die Gründung als 34. Bundesstaat hinaus einige wichtige Eckdaten auf. Dazu gehören vor allem:

  • 1541 kam der Konquistador Francisco Vásquez de Coronado als erster Europäer in das Gebiet des heutigen Kansas und brachte die Pferde nach Amerika.
  • 1744 errichteten die Franzosen nahe Fort Leavenworth einen Handelsposten.
  • 1803 kam das Gebiet von Kansas durch den Louisiana Purchase, bei dem die Franzosen den Amerikanern große Landflächen verkauften, in den Besitz der USA.
  • Seit Beginn des 19. Jahrhunderts versuchte die US-Regierung, die Indianer in die Länder westlich des Mississippi umzusiedeln, zu denen auch Kansas gehörte.
  • Bis 1834 war es Siedlern verboten, sich im Indianerland Kansas niederzulassen.
  • Am 30. Mai 1854 kamen Kansas und Nebraska als Territorien zu den USA und Siedler drängten vermehrt in die Region und bauten erste Niederlassungen.
  • Mitte des 19. Jahrhunderts kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern der Sklaverei.
  • Am 29. Januar 1861 trat Kansas als 34. Staat den Vereinigten Staaten von Amerika bei.
  • Kansas unterstützte im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 die Union, da die Gegner der Sklaverei inzwischen die Mehrheit im Bundesstaat bildeten.
  • 1880 und 1890 wurden wichtige Eisenbahnlinien in Kansas fertiggestellt.
  • In der Zeit von 1870 bis 1885 war Kansas als Umladestation für Rinder aus Texas berühmt.
  • Die Stadt Dodge City trug den Beinamen „Cowboy-Stadt“, da sich hier neben den Rinderhirten auch berühmte Revolverhelden wie Wyatt Earp, Bat Masterson oder Doc Holliday aufhielten.

Kansas – Geografie und Besonderheiten

Die Geografie des Landes setzt sich aus zwei Dritteln flacher Prärie und einem Drittel bewaldeter Hügel zusammen.

Aufgrund der großen Ebene der Central Plains liegt Kansas im Herzen der Tornado Alley. Der US-Bundesstaat weist die zweithöchste Anzahl an Wirbelstürmen pro Jahr auf, da er sich zusammen mit Texas, Oklahoma und Nebraska mitten in der Zugrichtung der großen Gewitterstürme befindet.

Kansas – die größten Städte der Region

Die Hauptstadt von Kansas ist Topeka. Mit 127.473 Einwohnern ist sie jedoch lediglich die viertgrößte Metropole des US-Bundesstaates. Die drei größten Städte sind:

  • Wichita mit 382.368 Einwohnern
  • Overland Park mit 173.372 Einwohnern
  • Kansas City mit 145.786 Einwohnern

Kansas und seine Bevölkerung

Kansas hat rund 2.853.118 Einwohner.
Die Bevölkerung setzt sich aus unterschiedlichen Gruppen zusammen. Dazu gehören:

  • 83,8 Prozent Weiße
  • 5,9 Prozent Afroamerikaner
  • 2,4 Prozent asiatische Amerikaner
  • 1,0 Prozent Indianer
  • 10,5 Prozent Hispanics oder Latinos

Kansas: Hauptsektoren der Wirtschaft

Die Wirtschaft von Kansas profitiert vor allem von:

  • Landwirtschaft mit Rinderzucht sowie dem Anbau von Weizen und Mais
  • Abbau von Salz, Zinkerz, Gips und Blei
  • Förderung von Erdöl und Erdgas
  • Produktion von Helium
  • Flugzeugbau (Boeing)

Kansas – politische Einstellung und Wahlen

In Kansas dominieren die Republikaner. Das spiegelt sich sowohl im Senat als auch bei den Präsidentschaftswahlen wider. Seit 1960 hat die Bevölkerung mit Ausnahme von 1964 stets für den roten Kandidaten gestimmt.

Auch bei den aktuellen Wahlen scheint sich der Trend fortzusetzen. Immerhin konnte der jetzige Präsident Donald Trump 2016 in Kansas 56,6 Prozent der Wählerstimmen sammeln.

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