Markus Söder verschärft die Corona-Regeln in Bayern - teils ist das Symbolpolitik, kommentiert Georg Anastasiadis.
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Markus Söder muss jetzt in der Kanzler-Frage Klartext sprechen, kommentiert Georg Anastasiadis.

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Markus Söder muss sich JETZT in der K-Frage entscheiden: Sonst leidet nicht nur die Union

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Markus Söder will die Kanzlerin in der K-Frage einbeziehen. Dabei weiß keiner besser als er: Macht wird einem nicht gegeben. Man nimmt sie sich. Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

In Bayern hat bisher kein noch so mächtiger CSU-Regent den Nachfolger bekommen, den er sich gewünscht hat: Goppel wollte Strauß nicht, Strauß wollte Streibl nicht, Streibl nicht Stoiber, Stoiber nicht Beckstein, Beckstein nicht Seehofer und Seehofer nicht Söder. Im Bund war es nicht anders. Macht wird, Annegret Kramp-Karrenbauer kann davon ein Lied singen, nicht an Thronprinzen und auch nicht an Prinzessinnen übergeben.

Söder gegen Laschet: CDU-CSU-Ringen macht keine Pause - Merkel wird Mit-Entscheider-Rolle dankend ablehnen

Markus Söder weiß das nur zu gut. Sein Vorschlag, Angela Merkel solle bei der Entscheidung über ihre eigene Nachfolge mitbestimmen, ist deshalb nicht mehr als ein weiterer vergifteter Pfeil in Richtung Armin Laschet. Die Kanzlerin wird, weil sie eine kluge Frau ist, dankend ablehnen.

Erhellend ist der Vorstoß dennoch, weil er zeigt: Nicht mal an Ostern macht der Guerillakampf zwischen den zerstrittenen Unionsschwestern eine kurze Pause. Das zeigt seine selbstzerstörerische Kraft. Armin Laschet wankt unter den Schlägen aus München, will aber nicht weichen. Und Markus Söder spielt seine Stärke aus, ohne aber die Entschlossenheit aufzubringen, seine Kandidatur offen zu erklären.

Video: Das Ringen um die K-Frage

Kanzlerfrage in der Union: Söder muss sich jetzt entscheiden - sonst verlieren alle

Diese Zermürbungstaktik lässt Raum für Spekulationen, er wolle am Ende gar nicht nach der Kanzlerschaft greifen, sondern nur seine überragende bundespolitische Rolle bis zur Neige auskosten – bis zu dem Tag, an dem sich womöglich doch ein geschwächter CDU-Vorsitzender Laschet mit letzter Kraft ins Ziel schleppt. So verlieren am Ende alle. Zahlreiche Unionspolitiker haben sich indes bereits festgelegt.

Die erfahrenen CSU-Recken Horst Seehofer und Erwin Huber werden zu Recht nervös: Das Gegeneinander der Spitzen von CDU und CSU inmitten der Viruskrise zerstört Vertrauen. Die Zeit der Spielchen muss endlich vorbei sein, dafür ist die Lage zu ernst. Der Union – und dem Land – wären geholfen, wenn die K-Frage endlich geklärt würde. Und das nicht erst zu Pfingsten. Söder muss jetzt sagen, ob er bereitsteht.

Georg Anastasiadis

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