Vor dem Kanzleramt steht ein Weihnachtsbaum
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Das Kanzleramt in Berlin

Das Kanzleramt in Berlin

Kanzleramt: Der Amtssitz der deutschen Regierungschefs in Berlin

Das Kanzleramt damals und heute.

  • Den imposanten Amtssitz können Besucher bei einer Besichtigung bestaunen.
  • Mit rund 600 Mitarbeitern hat das Kanzleramt regelmäßig offene Stellenangebote.
  • Der geplante Neubau des Kanzleramts soll den Amtssitz erweitern.

– Das Kanzleramt befindet sich in der Willy-Brandt-Straße 1 in Berlin-Mitte

Berlin – Das Kanzleramt ist eines der imposantesten Gebäude in Berlin. Als Amtssitz der Bundeskanzlerin Angela Merkel ist es mit circa 600 Mitarbeitern eines der wichtigsten Institutionen Berlins. Bei einer Besichtigung kann das Kanzleramt von außen bestaunt werden. Doch auch ausgewählte Innenbereiche sind für Besucher bei einer Führung zugänglich.

Viele Wege führen zum Kanzleramt

Bereits beim Ausstieg an der U5 U-Bahn-Station Bundestag werden Besucher schon vor der Besichtigung des Kanzleramts mit der futuristischen Architektur aus Stahl und Glas begrüßt. An einem kreisförmigen Plateau können diese die Architektur des Kanzleramts und des Bundestags noch vor Betreten des eigentlichen Amtssitzes bewundern. Vom Ostbahnhof aus ist das Kanzleramt unter anderem mit der S-Bahn S7 Westkreuz in circa zwanzig Minuten zu erreichen. Von der Bushaltestelle Platz der Republik der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist das Kanzleramt etwa fünf Gehminuten entfernt.

Natürlich kann die Willy-Brandt-Straße 1 als wichtigste politische Adresse Deutschlands noch über viele andere Wege erreicht werden. Auch die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug ist kein Problem: Parken können Autofahrer beispielsweise in der John-Fuster-Dulles-Allee. Von dort kann man bequem in weniger als fünfzehn Minuten am Bettina-von-Arnim-Ufer entlang zum Kanzleramt schlendern. Auch vom Hauptbahnhof ist das Kanzleramt in unter zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Möchte man einen längeren Spaziergang entlang des Spreebogens genießen, kann man entlang des Ludwig-Erhard-Ufers durch den Spreebogenpark schlendern, bevor man sich ins Kanzleramt zur wichtigsten Adresse Deutschlands begibt.

Eine Besichtigung des Kanzleramts in Berlin

Hat man es entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem eigenen Fahrzeug bis ins Kanzleramt geschafft, lädt der Amtssitz zu einer Besichtigung ein. Bereits von außen wirkt das imposante Gebäude wie eine architektonische Höchstleistung. Vor der Corona-Pandemie konnten Teile des Gebäudes von Innen besichtigt werden. Heute bietet das Bundeskanzleramt ersatzweise jedoch auch einen virtuellen Rundgang an. Auf insgesamt fünf Ebenen werden dabei Teile des Amtssitzes virtuell abgebildet.

Das Kanzleramt – modernste Architektur

Bei einer Offline-Besichtigung fällt bereits von außen die extravagante Bauweise des Gebäudekomplexes auf. Das imposante Gebäudeensemble wurde von den beiden Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entworfen. Über den Eingangsbereich mit Vorfahrt gelangen Besucher bei einer Besichtigung in das Eingangsfoyer. Im Erdgeschoss fällt außerdem eine imposante Kalkstein-Skulptur ins Auge. Das „große weiße Kopfzeichen“ lädt bei einer Besichtigung des Amtssitzes zum Nachdenken ein.

Rund 600 Mitarbeiter unterstützen die Kanzlerin im Kanzleramt

Vorbei am Eingangsfoyer führt der Weg durch den Lichthof zu den Büroräumen der Mitarbeiter des Kanzleramts. Die meisten dieser 370 Räume sind nur circa zwanzig Quadratmeter groß. Das Licht, das durch den Lichthof schimmert, lässt die Räume erstrahlen. Ein geplanter Neubau soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Platz bieten.

Mit rund um die Uhr aktualisierten Stellenangeboten trifft das Kanzleramt den Zahn der Zeit: Egal, ob in der Verwaltung, in der Rezeption oder im Postbereich, das Organigramm des Kanzleramts ist vielfältig.

Ein Überblick über das Organigramm des Kanzleramts

Als Chef des Kanzleramts steht Bundesminister Dr. Helge Braun der Kanzlerin mit Rat und Tat zur Seite. Weitere wichtige Figuren im Organigramm des Kanzleramts stellen die Staatsminister dar. Diese erfüllen als parlamentarische Staatsekretäre unter anderem folgende Aufgaben:

  • Digitalisierung: verwaltet von Staatsministerin Dorothee Bär (CSU).
  • Kultur und Medien fallen in den Aufgabenbereich von Staatsministerin Monika Grütters (CDU).
  • Koordination der Bund-Länder-Beziehungen ist Anliegen von Staatsminister Hendrik Hoppenstedt (CDU).
  • Migration, Flüchtlinge und Integration ist Thema für Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU).

Das Kanzleramt als Institution

Das Organigramm des Kanzleramts als eine der wichtigsten Institutionen in der politischen Landschaft Deutschlands ist, wie zu erwarten, relativ komplex. Das Kanzleramt verfügt über insgesamt sieben Abteilungen mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen.

  • Abteilung 1: Zentralabteilung; Innen- und Rechtspolitik
  • Abteilung 2: Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik
  • Abteilung 3: Sozial-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Infrastruktur- und Gesellschaftspolitik
  • Abteilung 4: Wirtschafts-, Finanz- und Energiepolitik; Persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die G7/G20-Gipfel
  • Abteilung 5: Europapolitik
  • Abteilung 6: Politische Planung, Innovation und Digitalpolitik, Strategische IT-Steuerung
  • Abteilung 7: Bundesnachrichtendienst; Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes

Doch nicht alle politischen Entscheidungen werden im Amtssitz in Berlin getroffen. Das Kanzleramt verfügt neben dem Amtssitz in Berlin über einen Standort in Bonn, der als Dienstsitz bezeichnet wird.

Geplanter Neubau des Kanzleramts soll mehr Platz schaffen

Ein geplanter Neubau mit einem Budget von circa sechshundert Millionen Euro soll den bestehenden Gebäudekomplex des Kanzleramtes flächenmäßig verdoppeln. Doch bereits ohne Anbau ist das Bundeskanzleramt ein imposantes Gebäude. Der Amtssitz der deutschen Bundeskanzlerin ist mit 25.347 Grundfläche einer der größten Gebäudekomplexe Deutschlands. Das Kanzleramt ist damit circa achtmal größer als das Weiße Haus in Washington und circa zehnmal größer als die Downing Street in London. Dennoch ist in diesem Gebäudekomplex nicht genügend Platz für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kanzleramts. Denn die Zahl der Mitarbeiter im Kanzleramt wächst stetig, zumal zahlreiche Stellenangebote die Arbeit im öffentlichen Dienst für viele Menschen interessant macht.

Vielfältige Stellenangebote im Kanzleramt

Die äußerst komplexen Strukturen des Kanzleramts machen es nötig, das Gebäudeensemble zu vergrößern. Denn die Stellenangebote des Kanzleramts machen die Arbeit im öffentlichen Dienst für viele Menschen über eine Besichtigung hinaus interessant. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten: von Stellenangeboten für Berufseinsteiger bis hin zu Mitarbeitern mit Berufserfahrung gibt es im Kanzleramt eine Vielzahl verschiedener Karrierechancen. So gibt es im Kanzleramt beispielsweise vielfältige Stellenangebote im Verwaltungsbereich oder auch in der Logistik. Mit den ständig wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarkts bietet sich das Kanzleramt unter der Leitung von Bundesminister Dr. Helge Braun also durchaus als sicherer Arbeitgeber für Politikinteressierte an.

Die Geschichte des Kanzleramts

Der Neubau des Amtssitzes in Berlin wurde 2001 bezogen. Die Errichtung des imposanten Gebäudekomplexes dauerte nur vier Jahre. Bereits bei der Planung in den 90er Jahren wurde dabei auf erneuerbare Energien gesetzt. 1993 wurde der Entwurf der Berliner Architekten-Duos Axel Schultes und Charlotte Frank ausgewählt, der durch das „Band des Bundes“ auf beeindruckende Art und Weise die Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins über die Spree hinweg symbolisiert. Zwei lange Gebäudezeilen säumen heute die Spree, im Mittelpunkt der Kubus des Kanzleramts, der nur vier Jahre nach dem Baubeginn 1997 bezogen wurde.

„Band des Bundes“ – das Regierungsviertel in Berlin

Neben dem Kanzleramt zählen auch das Paul-Löbe-Haus auf der Westseite der Spree sowie das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus auf der Ostseite zum „Band des Bundes“. Das Paul-Löbe-Haus, auch „Motor der Republik“ genannt, gehört zu den futuristischsten Gebäuden des Regierungsviertels. Das auf der Ostseite gelegene Marie-Elisabeth-Lüders-Haus wurde 2003 als dritter Parlamentsneubau an der Spree fertiggestellt. Heute ist dort ein erweiternder Neubau im Gange, der 2021 fertiggestellt wird. Neben dem eigentlichen Amtssitz gibt es in Berlin also eine ganze Reihe architektonischer Besonderheiten, die eine Besichtigung wert sind.

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