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Seit Jahren Vertraute: Peter Altmaier und Kanzlerin Angela Merkel

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„Ära Merkel vor dem Ende“? Altmaier wehrt bei Lanz mühsam bohrende Fragen ab - mit Pizza

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Schon seit Monaten wird über den Zeitpunkt für das Ende der Ära Merkel spekuliert. Peter Altmaier wehrt sich bei „Lanz“ - mit kuriosen Mitteln.

Berlin/Mainz - Seit bald 13 Jahren ist Angela Merkel (CDU) Bundeskanzlerin. Ein offenes Geheimnis ist, dass einige Kritiker das Ende dieser Ära herbeisehnen - selbst wenn in der politischen Sommerpause in Berlin gerade einmal Ruhe an den wichtigsten Fronten herrscht.

Der kleine Beweis: Selbst in Markus Lanz üblicherweise eher gemütlichen Talkrunde wurde am Donnerstag über ein nahendes Ende von Merkels Kanzlerschaft gesprochen - nicht nur, weil mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ein Mann zu Gast war, der dann und wann in die Riege möglicher Nachfolger einsortiert wurde. Zeit-Journalistin Tina Hildebrandt erinnerte auch, es gebe ein „Verlangen nach Erneuerung in der Union“: „Alle reden ja auch schon darüber, dass diese Ära sich einem Ende zuneigt.”

„Ausnahmepersönlichkeit“, „beste Kanzlerin für dieses Land“ - Altmaier bügelt Spekulationen über Ende der Ära Merkel ab

Altmaier zeigte sich allerdings einmal mehr als Getreuer der Kanzlerin. Die Planstelle im Kanzleramt sei „gut besetzt“, sagt er. Auch Gerüchte über einen Abgang Merkels zur Hälfte der laufenden Legislaturperiode bügelte der Wirtschaftsminister ab. „Ich glaube, Angela Merkel wird erst weit nach mir in den Ruhestand eintreten”, erklärte er.

Auch interessant: „Hart aber Fair“-Gast - Dieser Satz im GroKo-Sondierungspapier soll Merkels Rückzug ankündigen

In der gegebenen Situation sei Angela Merkel die „beste Kanzlerin für dieses Land“ - trotz aller Kritik, die geäußert wird, lobte Altmaier seine Chefin. Und wenig später: Die Kanzlerin sei eine „Ausnahmepersönlichkeit“ wie Konrad Adenauer, Helmut Schmidt und Helmut Kohl.

Altmaier kontert mit Pizza-Anekdoten - und muss sich eine kritische Nachfrage anhören

Kurios fiel bereits Altmaiers erste Replik aus. Angesprochen auf seine eigenen Ambitionen auf ein höheres Amt nach mehr als sechs Jahren als Minister unter Angela Merkel griff der Minister auf eine kulinarische Anekdote zurück. 

Peter Altmaier am Donnerstag bei Markus Lanz

In einer „miesen Pizzeria“ in Rom sei er in den 90er-Jahren einmal einem Kellner begegnet, der ihn nachhaltig beeindruckte, erzählte Altmaier. Trotz speckigen Anzugs und offensichtlich mieser Bezahlung habe der Mann mit größtmöglicher „Grandezza“ bedient. „Der Mann hatte sich entschieden, aus seiner jeweiligen Situation im Leben das Beste zu machen. Ich glaube, dass man im Leben glücklicher ist, und auch erfolgreicher, wenn man sich auf den Beruf einlässt, den man hat. Und zwar genau auf den, und nicht auf den, den man gerne hätte.”

Altmaier bekam allerdings auch noch sein Fett weg: „Heißt das, Sie haben gerade die große deutsche Politik mit einer schmierigen Pizzeria verglichen?“, fragte Lanz amüsiert. Hildebrandt betonte gar, aus ihrer Sicht sei Altmaier ohnehin keine Option für eine Erneuerung in der CDU. „Er steht natürlich inzwischen so sehr für Merkel, für ihre Politik, für das, was als ‚System Merkel‘ bezeichnet wird - er würde wahrscheinlich nicht als etwas Neues wahrgenommen werden“.

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fn

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