+
Kanzlerin Angela Merkel besucht das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen und legt zusammen mit dem ehemaligen politischen Häftling, Arno Drefke, einen Kranz nieder. Foto: Wolfgang Kumm

DDR-Unrecht nicht vergessen

Kanzlerin besucht Stasiopfer-Gedenkstätte

Mit Blick auf den Mauerbau vom 13. August 1961 erinnerte Kanzlerin Merkel mit einem Besuch der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen an das DDR-Unrecht.

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch in der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen gemahnt, das DDR-Unrecht nicht zu vergessen.

Der Bund werde sich weiter engagieren, um die Erinnerung an solche authentischen Orte wie Hohenschönhausen offen zu halten, sagte Merkel am Freitag kurz vor dem 56. Jahrestag des Mauerbaus. "Wir können nur eine gute Zukunft gestalten, wenn wir uns der Vergangenheit annehmen."

Mit Blick auf den Mauerbau vom 13. August 1961 sagte die Kanzlerin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Urlaub, es sei wichtig, sich kraftvoll für Demokratie und Freiheit einzusetzen sowie gegen Linksradikalismus zu arbeiten. Das könne nicht negiert werden.

Merkel legte zusammen mit einem früheren Häftling am Gedenkstein für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft einen Kranz nieder. Zuvor informierte sie sich bei einem Rundgang. Die Kanzlerin wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) begleitet.

In der Einrichtung sollen bis zum Herbst 2019 für 8,8 Millionen Euro alle historischen Oberflächen im Inneren - wie Fußböden und Wände - denkmalgerecht saniert werden. Das Vorhaben wird vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

In dem Gefängnis des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt. Auch Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.

Gedenkstätte

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Spanische Polizei sucht nach neuem Verdächtigen
Die Ermittlungen in Spanien kommen nur langsam voran. Die Polizei hat mehrere Verdächtige erschossen und weitere festgenommen. Der Haupttäter ist möglicherweise noch auf …
Spanische Polizei sucht nach neuem Verdächtigen
Verschwundene Witwe von Liu Xiaobo taucht in Online-Video auf
Der Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo starb vor mehr als einem Monat an Krebsleiden. Seitdem ist seine Frau Liu Xia verschwunden. Nun tauchte sie in einem Video auf. …
Verschwundene Witwe von Liu Xiaobo taucht in Online-Video auf
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"
Manche nannten ihn den "Dunklen Lord", manche sahen in Donald Trumps Strategieberater Stephen Bannon auch den heimlichen Präsidenten. Seine Zeit im Weißen Haus ist jetzt …
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"
17-Jähriger doch nicht Terror-Fahrer von Barcelona? Polizei fahndet nach neuem Hauptverdächtigen
Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist laut einem spanischen Medienbericht tot. Die Polizei fahndet nach einem neuen Hauptverdächtigen. Der 17-jährige Moussa …
17-Jähriger doch nicht Terror-Fahrer von Barcelona? Polizei fahndet nach neuem Hauptverdächtigen

Kommentare