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Angela Merkel bei einer Kabinettssitzung am 14. September.

Integration in den Arbeitsmarkt

Kanzlerin Merkel denkt über Darlehen für Flüchtlinge nach

Berlin - Bürokratische Hürden und teilweise hohe Kosten verhindern oft den Einstieg von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Das will die Bundeskanzlerin nun ändern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ausgesprochen. Notwendig dafür sei auch, je nach Bedarf spezifische Regelungen zu entwickeln, sagte Merkel am Donnerstag im rbb-inforadio. „Viele sind noch in den Integrationskursen oder warten darauf. Insofern glaube ich, dass wir da einen etwas längeren Atem haben müssen, aber jederzeit auch bereit sein müssen, praktikable Lösungen zu entwickeln“, sagte die CDU-Vorsitzende.

Die Bundesregierung setzt auf ein stärkeres Engagement der Wirtschaft, um Flüchtlinge schneller in Arbeit zu bringen. Merkel hatte sich am Mittwochabend mit Unternehmensvertretern der Initiative „wir zusammen“ getroffen. Dazu gehören unter anderem Bosch, Daimler und Tui.

Merkel betonte im rbb-Interview, Wirtschaftsvertreter klagten ihr gegenüber in Gesprächen auch über bürokratische Hürden. „Wir haben neulich im Kabinett diskutiert, dass das Umschreiben einer syrischen Fahrerlaubnis in eine deutsche 500 Euro kostet. Und natürlich hat ein Flüchtling nicht sofort 500 Euro. Also hilft da vielleicht ein Darlehensprogramm. Wenn man dann verdient, kann man diese 500 Euro zurückzahlen, es werden überall Kraftfahrer gesucht.“

Zypries: "Ein guter Anfang ist gemacht"

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium, Brigitte Zypries (SPD), hat bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt Geduld angemahnt. „Vieles ist schon auf den Weg gebracht, ein guter Anfang ist gemacht“, sagte Zypries nach einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit Unternehmensvertretern am Mittwochabend in Berlin. „Doch es wurde wieder deutlich, dass wir einen langen Atem brauchen. Die Anstrengungen müssen verstärkt werden, wenn Integration erfolgreich gelingen soll.“

Die Bundesregierung setzt auf ein stärkeres Engagement der Wirtschaft bei der Einbindung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Merkel hatte sich am Mittwochabend mit Vertretern der Initiative „wir zusammen“ getroffen. Dazu gehören unter anderem Bosch, Daimler und Tui.

AFP

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