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Attacke am US-Kapitol in Washington: Mann greift Polizisten an - Beamter stirbt

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Ein Angreifer hat eine Absperrung des Kapitols in Washington mit einem Fahrzeug gerammt und zwei Polizisten verletzt. Ein Beamter erlag seinen Verletzungen.

Update vom 3. April, 8.25 Uhr: Knapp drei Monate nach der gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols durch einen wütenden Mob hat ein Angreifer vor dem schwer bewachten Parlamentsgebäude einen Polizisten getötet und einen weiteren schwer verletzt (siehe Updates vom 2. April). Der Mann fuhr an einer Zufahrt zum Sitz des Kongresses in der Hauptstadt Washington in die zwei Polizisten und rammte dann eine Absperrung. Der Angreifer ging sogleich mit einem Messer auf weitere Beamte los und ignorierte Warnungen, weswegen ihn die Sicherheitskräfte mit Schüssen stoppten, wie die Polizei am Freitag (Ortszeit) erklärte. Wenig später wurde der Täter für tot erklärt.

Die Flaggen in den USA wurden auf Anordnung von Präsident Joe Biden als Zeichen des Respekts für den Einsatz und die Opfer der Kapitol-Polizei bis Dienstag auf halbmast gesetzt. Biden sprach von einem erschütternden Vorfall und erklärte, er werde laufend über den Stand der Ermittlungen informiert. Er sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus.

Nach Polizeiangaben wird der Tatort an der sogenannten nördlichen Barriere des Geländes wegen der laufenden Ermittlungen vorerst gesperrt bleiben. Bilder zeigten dort einen blauen Mittelklassewagen, der frontal gegen eine im Boden verankerte Metallsperre mit der Aufschrift „STOP“ gefahren war.

Angreifer tötet Polizist am Kapitol: „Er ist ein Märtyrer für unsere Demokratie“

Update vom 2. April, 22.43 Uhr: Der Polizeibeamte, der bei der Attacke vom Freitag ums Leben kam, hatte zuvor 18 Jahre lang für die Kapitol-Polizei gearbeitet, wie die Leiterin der Polizei in einem Statement mitteilte. Er war verstorben, nachdem ein Unbekannter mit einem Fahrzeug zunächst eine Absperrung am US-Kapitol gerammt und dann zwei Beamte mit einem Messer angegriffen hatte. Die beiden Polizisten schossen auf den Angreifer, erlitten aber auch selbst Verletzungen. Der zweite Beamte wird noch im Krankenhaus behandelt.

„Heute wurde das Herz Amerikas durch den tragischen und heldenhaften Tod eines unserer Helden der Kapitol-Polizei gebrochen. Er ist ein Märtyrer für unsere Demokratie“, schrieb Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, in einer offiziellen Stellungnahme. Sie ordnete außerdem an, die Flaggen am Kapitol auf halbmast zu setzen.

Ministerium für Innere Sicherheit schaltet sich ein: „Noch viel zu klären“

Update vom 2. April, 22.12 Uhr: Obwohl die Polizei in einer ersten Pressekonferenz bereits angedeutet hatte, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund zur Tat gebe, schaltet sich nun auch Homeland Security ein. Das Ministerium für Innere Sicherheit wurde nach den Terrorattacken des 11. September gegründet und hat es zur Hauptaufgabe, die US-amerikanische Bevölkerung vor terroristischen und anderen Bedrohungen zu schützen. Der Minister Alejandro Mayorkas schrieb auf Twitter im Zusammenhang mit dem Vorfall am Kapitol, es gebe in Bezug auf den Angriff „noch viel zu klären“.

Beamte der Kapitol-Polizei stehen in der Nähe eines Autos bei einer Polizeisperre.
Attacke am US-Kapitol in Washington: Mann greift Polizisten an - Beamter stirbt © J. Scott Applewhite/dpa

Präsident Joe Biden über Situation informiert - er selbst war nicht im Kapitol

Update vom 2. April, 21.23 Uhr: Die Abriegelung des Kongressgebäudes in Washington wurde mittlerweile aufgehoben. Lautsprecherdurchsagen auf dem Gelände weisen laut CNN daraufhin, dass die Anwesenden weiterhin den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen sollen. Auch US-Präsident Joe Biden wurde über den Vorfall informiert. Der Regierungschef hielt sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in der Hauptstadt, sondern auf dem Landsitz Camp David auf. Er verbringt dort das Osterwochenende.

Erste Angaben zum Motiv: Scheinbar kein Zusammenhang mit Terrorismus

Update vom 2. April, 21.01: Zur Motivation des Verdächtigen konnte die Polizei bei der Pressekonferenz noch nichts Genaues sagen. „Es scheint nicht im Zusammenhang mit Terrorismus zu stehen. Aber natürlich werden wir weiter untersuchen, um zu sehen, ob es irgendeine Art von Verbindung in diese Richtung gibt“, erklärt ein Sprecher. Der nach der Tat erschossene Tatverdächtige sei der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Nach Angriff am US-Kapitol: Polizeibeamter verstirbt kurz nach Abtransport ins Krankenhaus

Update vom 2. April, 20.49 Uhr: Die Polizei gibt in Washington nun eine Pressekonferenz. Eine Sprecherin bestätigt, dass einer der beiden Polizeibeamten nach dem Angriff verstorben ist. „Dies war eine extrem schwierige Zeit für die Kapitol-Polizei: Erst die Ereignisse vom 6. Januar und jetzt die Ereignisse, die hier heute stattgefunden haben. Ich bitte darum, dass Sie unsere Kapitol-Polizei-Familie in Ihren Gedanken und Gebeten halten“, so die Sprecherin weiter.

Der verstorbene Polizist ist bereits der Zweite, der in diesem Jahr im Dienst getötet wurde. Zuvor war bereits ein Beamter im Zuge der Ausschreitungen vom 6. Januar ums Leben gekommen.

Angriff am US-Kapitol - Tatverdächtiger laut Quellen verstorben

Update vom 2. April, 20.33 Uhr: Wie verschiedene Quellen gegenüber CNN bestätigen, soll der Angreifer mittlerweile verstorben sein. Zuvor war er noch bei Bewusstsein in ein Krankenhaus transportiert worden.

Mittlerweile ist auch ein Team der Nationalgarde entsandt worden, um die Sicherheitskräfte vor Ort zu unterstützen.

Vorfall am Kapitol - Erinnerungen an Ausschreitungen der Trump-Anhänger werden wach

Update vom 2. April, 20.23 Uhr: „Ehrlich gesagt, es brachte Erinnerungen an den 6. Januar zurück“, sagte der demokratische Abgeordnete Ro Khanna unmittelbar nach dem Zwischenfall zu CNN. Tatsächlich weckt der Vorfall Erinnerungen an den 6. Januar, als radikale Anhänger des früheren US-Präsidenten Donald Trump das Kongressgebäude gewaltsam stürmten. Im Zuge der Ausschreitungen in der US-Hauptstadt kamen insgesamt fünf Menschen zu Tode. Gegen Trump wurde ein Amtsenthebungsverfahren wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ eingeleitet, das jedoch im US-Senat scheiterte. Seither wird das US-Kapitol besonders gut abgeriegelt und von Sicherheitskräften geschützt. Ein erneuter Angriff war bereits befürchtet worden.

Erste Details zum Zwischenfall in Washington - Angreifer war mit Messer bewaffnet

Update vom 2. April, 20.12 Uhr: Langsam werden erste Details zur unklaren Sicherheitslage am US-Kapitol bekannt. In einer E-Mail, die CNN vorliegt, schildert die Kapitol-Polizei den Vorfall folgendermaßen: Ein Verdächtiger hatte mit einem Fahrzeug die nördliche Absperrung des Kapitols gerammt und war daraufhin mit einem Messer bewaffnet aus dem Auto ausgestiegen. Daraufhin hatten zwei Polizeibeamte auf den Verdächtigen geschossen. Der mutmaßliche Täter ist bei Bewusstsein in ein Krankenhaus gebracht worden. Beide Beamten sind bei dem Zwischenfall wohl verletzt worden, einer von ihnen hat Stichwunden durch das Messer erlitten. Sie sind ebenfalls auf dem Weg in eine Klinik. Einer der beiden wurde mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert.

Sicherheitsbedrohung am Kapitol - zwei Polizeibeamte verletzt

Erstmeldung vom 2. April: Washington D.C. - Das US-Kapitol ist aufgrund einer externen Sicherheitsbedrohung abgeriegelt, wie CNN berichtet. Eine Durchsage über die Lautsprecheranlage solle alle Anwesenden aufgefordert haben, drinnen zu bleiben und sich von Fenstern fernzuhalten.

US-Kapitol abgeriegelt - Fahrzeug rammte zwei Polizeibeamte

Die Polizei meldete kurz darauf, dass jemand zwei Beamte der Kapitolpolizei an der nördlichen Absperrung des Kapitols* mit einem Fahrzeug gerammt habe. Der Verdächtige sei bereits in Gewahrsam, zitiert CNN Polizeiangaben. Beide Beamte seien verletzt und genau wie der Verdächtige bereits in ein Krankenhaus transportiert worden.

Zunächst hatte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber CNN angegeben, dass die Feuerwehrleute wegen gemeldeter Schüsse an der Nordbarrikade des Kapitols gerufen worden seien und es Hinweise darauf gäbe, dass sie Patienten transportiert werden müssten. Das Gebäuse ist Sitz des US-Senats* und des US-Repräsentantenhauses*. Auch das FBI hat sich schnell in die Situation eingeschaltet, um die Kapitol-Polizei zu unterstützen. (mam) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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