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Kardinal Lehmann hält von der Aussage "Der Islam gehört zu Deutschland" nach eigenen Worten "sehr wenig".

Wulff und Merkel prägten den Satz

Kardinal Lehmann hält wenig von "Islam gehört zu Deutschland"

Mainz - Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hält von der Aussage "Der Islam gehört zu Deutschland" nach eigenen Worten "sehr wenig".

Sie sei ihm zu unbestimmt, sagte der scheidende katholische Bischof am Mittwoch. Für eine konkrete Regelung der Gesellschaft scheine die Formulierung „ziemlich unbrauchbar“ zu sein. Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ war vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff geprägt worden, auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ihn sich zu eigen gemacht.

"Wir stehen sehr am Anfang"

Lehmann war lange Jahre Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gewesen. Mit Blick auf einen stärkeren Dialog mit dem Islam sagte er: „Ich denke, wir stehen auch sehr am Anfang.“ Er erklärte: „Wir tun uns eben sehr schwer angesichts der Struktur des Islam, dass wir einen kompetenten Ansprechpartner repräsentativer Größe im Islam finden.“ Es werde „viel geredet“, ohne dass jemand zum Beispiel einen größeren Teil des Korans gelesen habe. Er betonte aber: „Es gibt schon gute Ansätze auch bei uns.“ Er warb dafür, Schritt für Schritt eine „historisch-kritische Betrachtung des Korans“ zuzulassen.

dpa

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