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Kardinal Reinhard Marx sagte auf Bayerns Ministerpräsident Söder gerichtet: Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Foto: Harald Tittel

Replik auf Kardinal Marx

Unionspolitiker springen Söder im Kruzifix-Streit bei

Deutliche Kritik vom katholischen Kardinal Marx an Bayerns Regierungschef Söder für dessen Kreuz-Erlass: Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Diese Kritik verstehen wiederum mehrere CDU-Politiker nicht.

München (dpa) - Im Streit um die Aufhängung von Kruzifixen in bayerischen Behörden erhält Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Rückendeckung aus der Union. Die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär wies die Kritik des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück.

"Die Aussagen von Kardinal Marx verwundern sehr. Vor drei Jahren plädierte er noch öffentlich für den Verbleib der Kreuze in Schulen und Gerichtssälen", sagte die Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt dem "Handelsblatt". Niemand könne leugnen, "dass unser Heimatland christlich-jüdisch geprägt ist".

Marx hatte zuvor der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, durch Söders Vorstoß seien "Spaltung und Unruhe" entstanden. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden.

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach stellte sich ebenfalls auf die Seite des Ministerpräsidenten. Das Kreuz sei "ein wichtiges religiöses und kulturelles Symbol", sagte er der Zeitung.

Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass im Eingangsbereich jeder Behörde des Freistaats ein Kreuz aufgehängt werden soll.

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