Karl Lauterbach im Bundestag
+
Karl Lauterbach erlebte einen Farbanschlag auf sein Auto.

Angriff in der Nacht

Corona-Experte Lauterbach wird zum Ziel: Farb-Anschlag auf sein Auto - Staatsschutz ermittelt

  • vonDeutsche Presse-Agentur
    schließen
  • Robert Märländer
    Robert Märländer
    schließen

Unbekannte haben einen Farbanschlag gegen das Auto von Karl Lauterbach unternommen. Der Politiker reagiert mit einem ganz klaren Aufruf.

Update vom 19. April: Nach dem Farbanschlag auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach ermittelt der Staatsschutz des Kölner Polizeipräsidiums. Es werde von einem politisch motivierten Hintergrund der Tat ausgegangen, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Die Ermittlungen dauerten an, es gebe keinen konkreten Tatverdächtigen. Das Auto des SPD-Politikers war am Freitagabend in Köln mit Farbe übergossen worden (siehe Erstmeldung). Eine Nachbarin hatte die Polizei verständigt.

Karl Lauterbach: Anschlag auf sein Auto - der SPD-Politiker reagiert kämpferisch - „Wir werden nie aufgeben“

Erstmeldung vom 17. April: Köln - Auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach haben Unbekannte am Freitag in Köln einen Farbanschlag verübt. Das bestätigte am Samstag ein Polizeisprecher. Die Unbekannten hätten in der Nacht einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt. Er könne den Wagen nicht mehr fahren, schreibt Lauterbach auf Twitter. „Aber wir werden nie aufgeben. Wir sind viele ...“, fügte er bei seinem Tweet hinzu. Dabei blickte er sogleich über Parteigrenzen hinweg.

Karl Lauterbach verweist nach Anschlag auf weitere Übergriffe gegen Politiker

Lauterbach nahm direkten Bezug auf einen Tweet von Ricarda Lang, Stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie berichtete davon, wie ihr Name auf dem Klingelschild rot durchgestrichen wurde und beklagt zunehmende Bedrohungen gegenüber Politiker:innen. Karl Lauterbach verweist somit direkt darauf, dass er nicht das einzige Opfer unter seinen Berufskolleg:innen ist. Der SPD-Politiker und Arzt zählt aber zusätzlich zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus.

Auf Twitter erhielt Lauterbach nach dem Anschlag viel Solidarität. Zahlreiche Kommentatoren nahmen seinen Beitrag auf und kommentierten „Wir sind mehr“. (rm mit dpa)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare