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„Peinlich, ganz ehrlich“: Lauterbach geht auf Wagenknecht los

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Von: Fabian Müller

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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sind auf Twitter aneinander geraten. Grund ist ein dort geteiltes Interview mit einem umstrittenen Virologen.

München - Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht wird für Ihre Aussagen zum Thema Coronavirus immer wieder heftig kritisiert. Auf Twitter teilte die 52-Jährige nun ein Interview der Welt mit dem Virologen Alexander Kekulé und schrieb dazu: „Geimpften wurde mit 2G falsche Sicherheit eingeredet, kritisiert der Virologe Kekulé.“ Dabei hätten Studien gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr bei vorsichtigen Ungeimpften geringer ist als bei denjenigen Geimpften, die glauben, ihnen könne nichts passieren, so Wagenknecht weiter.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagierte prompt. „Peinlich, ganz ehrlich“, lautete sein deutliches Fazit zum Wagenknecht-Tweet. Denn aus Sicht von Lauterbach existiere der „vorsichtige Ungeimpfte“ nicht. „Wer sich nicht impfen lässt, ist grundsätzlich nicht vorsichtig“, schreibt Lauterbach weiter. Solche Personen riskierten „das Leben anderer Menschen“. Der SPD-Politiker konterte damit auch die Aussagen von Virologe Kekulé aus dem Welt-Interview. Lauterbach und Kekulé gerieten in der Vergangenheit immer wieder aneinander.

Lauterbach gegen Wagenknecht: Debatte „moralisch aufgeladen und aufgeheizt“

Aber auch Lauterbach und Wagenknecht: In der Talksendung „Anne Will“ wurde deutlich, dass auch die beiden häufig anderer Meinung sind. Lauterbach forderte in der Sendung Ende Oktober die flächendeckende Umsetzung der 2G-Regel in fast allen Lebensbereichen und die Booster-Impfung von bereits Geimpften. Für Ungeimpfte habe er kein Verständnis, sagte er bei „Anne Will“. Wagenknecht hatte kurz vorher öffentlich gemacht, dass sie nicht geimpft ist. Sie hielt Lauterbach daraufhin in der Sendung entgegen, dass die ganze Debatte „moralisch aufgeladen und aufgeheizt“ sei.

Immer wieder stehen prominente Personen in der Kritik, sich nicht impfen zu lassen. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Fußballprofi Joshua Kimmich. Der Spieler des FC Bayern hatte erklärt, auf Langzeitstudien warten zu wollen. Im November steckte sich Kimmich nun mit dem Coronavirus an. (fmü)

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