SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit seinem Smartphone im Bundestag.

Auf Twitter

Corona-Experte Lauterbach hat ungewöhnliches Lob für Trump parat: „Schwer zu glauben aber wahr...“

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich auf Twitter lobend über US-Präsident Donald Trump geäußert. Dieser habe sich endlich einmal auf seine Berater verlassen.

  • In den USA ist ein zweiter Impfstoff-Kandidat gegen das Coronavirus entwickelt worden.
  • Der Pharmakonzern Moderna gab das am Montag bekannt.
  • Und das verleitete Karl Lauterbach damit zu einem seltenen Lob in Richtung US-Präsident Donald Trump.

Berlin - Etwas mehr als eine Woche ist es her, da verkündete das Mainzer Unternehmen Biontech die Entwicklung eines Impfstoffes* gegen das Coronavirus*. Auf den Tag genau sieben Tage später meldete dann das US-Unternehmen Moderna, einen noch erfolgsversprechenderen Kandidaten entwickelt zu haben. Eine Wirksamkeit von etwa 94,5 Prozent ergaben erste Studien. Ein extrem guter Wert, Experten hatten auf 50 Prozent oder etwas darüber gehofft.

Lauterbach lobt Trump: „Ohne Milliarden Unterstützung hätte es Impfstoff jetzt kaum schon gegeben“

Die schnelle Entwicklung des Corona-Impfstoffs* steht auch im Zusammenhang mit der frühen finanziellen Unterstützung Modernas durch die US-Regierung. Und genau das führte nun zu einem unüblichen Lob. SPD*-Politiker Karl Lauterbach, der ansonsten als Kritiker des US-Präsidenten Donald Trump* gilt, lobte dessen Vorgehen. Auf Twitter schrieb er: „Es ist schwer zu glauben aber wahr. Ohne massive Milliarden Unterstützung von Moderna durch Trump hätte es diesen Impfstoff jetzt kaum schon gegeben.“

Trump habe sich einmal auf seine Berater verlassen, insbesondere Anthony Fauci hob der Gesundheitsexperte der SPD hervor. Der Impfstoff des US-Unternehmens sei „ein echter Weitschuss“, schreibt Lauterbach. Der SPD-Politiker verweist zudem auf einen Tweet von Craig Spencer, einem Arzt und Direktor der Notfallmedizin eines US-amerikanischen Krankenhauses, der dort schrieb: „Der Trump-Administration gebührt Lob für die Entwicklung vielversprechender Impfstoffe in Rekordzeit.“

Video: Pharmakonzern Moderna: Impfstoffkandidat zu 94,5 Prozent wirksam

Leider sei das aber einhergegangen mit einer ansonsten schlechten Reaktion des Gesundheitswesens, schreibt Spencer. „Während das Virus in den USA wütet, gibt es noch immer keinen Plan.“ Die Firma Moderna allerdings hätte niemals einen Impfstoff auf den Markt gebracht, hätte sie keine Finanzspritze durch die US-Regierung und damit Donald Trump* erhalten. (fmü) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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