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Angela Merkel: Politische Ämter von Bundestag bis Kanzlerschaft

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Angela Merkel: Erste deutsche Bundeskanzlerin mit beachtlichem Werdegang
Angela Merkel: Erste deutsche Bundeskanzlerin mit beachtlichem Werdegang © picture alliance / Peer Grimm/dpa

Jüngere kennen Angela Merkel nur als Kanzlerin. Was hat sie davor gemacht? Die Eckpunkte ihres Karrierewegs, ihre wichtigsten Ämter – hier im Überblick:

Berlin - Angela Merkel wird im November 2005 zur deutschen Bundeskanzlerin gewählt. Damit ist sie die erste Frau in diesem hohen Regierungsamt und gleichzeitig auch die erste Ostdeutsche. Ihre politische Karriere begann jedoch bereits in der Vorwendezeit. Nach der ersten und letzten freien Volkskammerwahl in der DDR wird sie als Vertreterin des Bündnisses "Allianz für Deutschland" stellvertretende Regierungssprecherin. Im August 1990 tritt sie in die ostdeutsche CDU ein, die sich im Oktober darauf mit der westdeutschen CDU vereinigt.

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 wird Angela Merkel per Direktmandat ihres Wahlkreises Stralsund-Rügen-Grimmen in den Bundestag gewählt. Sie muss sich nicht mit einem einfachen Sitz begnügen: Im Westen Deutschlands noch weitgehend unbekannt wird die promovierte Physikerin unter Bundeskanzler Helmut Kohl Bundesministerin für Frauen und Jugend.

Obwohl sie sich bereits jetzt – manchmal spöttisch tituliert als "Kohls Mädchen" – erste Meriten im Amt verdient, deutet für die große Öffentlichkeit noch wenig auf den steilen Karriereweg hin, den Angela Merkel später nehmen wird. In Erinnerung an ihren Kabinettskollegen Norbert Blüm blickt sie auf Instagram noch einmal auf diese Zeit zurück.

Angela Merkel – von "Kohls Mädchen" zur stellvertretenden Parteivorsitzenden der CDU und Generalsekretärin

Bald wird sie auf dem Parteitag 1991 zur stellvertretenden Parteivorsitzenden der CDU gewählt und löst damit Lothar de Maizière ab. Im Juni 1993 wird Angela Merkel Landesvorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach der Bundestagswahl 1994 bleibt Angela Merkel als Ministerin im Kabinett. Sie wechselt das Ressort und wird Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ein Jahr später trägt sie als Präsidentin der Klimakonferenz der Vereinten Nationen maßgeblich bei zum "Berliner Mandat" zur Reduktion von Treibhausgasen.

Im Jahr 1998 wird Angela Merkel erneut per Direktmandat in den Bundestag gewählt. Da die CDU die Wahl verliert, muss auch sie ihr Amt als Bundesumweltministerin abgeben. Ihre neue Aufgabe: Generalsekretärin der CDU, zu der sie im November desselben Jahres gewählt wird.

Erst Bundesparteivorsitzende, dann Kanzlerin – Angela Merkels Stunde hat geschlagen

Ein Jahr später geht sie einen Schritt, der die Ära Kohl letztendlich beendet: In einem offenen Brief ruft sie die Partei dazu auf, sich wegen Helmut Kohls Verwicklung in die CDU-Spendenaffäre vom Ehrenvorsitzenden zu lösen. Helmut Kohl tritt zurück. Im März 2000 wird Angela Merkel Vorsitzende der CDU Deutschlands. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2002 verzichtet sie auf eine Kanzlerkandidatur zugunsten von Edmund Stoiber. Nach knapp verlorener Wahl wird sie Fraktionsvorsitzende und neue Oppositionsführerin der CDU.

Bei vorgezogenen Neuwahlen im Jahr 2005 tritt Angela Merkel selbst gegen Gerhard Schröder als Kanzlerkandidatin an. Keine der Volksparteien bekommt die für eine alleinige Regierungsbildung nötige Mehrheit. In der folgenden Großen Koalition von SPD und CDU wird Angela Merkel die erste Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 will Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben.

Die wichtigsten Daten zu Angela Merkels Ämtern im Überblick:

Von Heike Waskow

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