Schulen in Region geschlossen

Kaschmir-Konflikt: Mindestens 20 Tote bei gewaltsamen Auseinandersetzungen

Im indischen Teil der Kaschmir-Region sind bei neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen 20 Menschen getötet worden.

Srinagar - Bei verschiedenen Gefechten südlich der Stadt Srinagar wurden drei indische Soldaten und 13 mutmaßliche Milizionäre getötet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Polizei ging überdies gewaltsam gegen eine Kundgebung von mehreren tausend Demonstranten vor, die Steine warfen und gegen Indien gerichtete Parolen skandierten. Dabei wurden vier Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt. Die Behörden ordneten für Montag die Schließung aller Schulen in Srinagar an, während Rebellen für den Tag zu Protesten aufriefen.

In der im Himalaya gelegenen Krisenregion gibt es seit Monaten wieder starke Spannungen. Die Region ist seit einem Krieg 1947 zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan geteilt, wird aber bis heute von beiden Staaten zur Gänze beansprucht. Seit 1989 kämpfen mehrere muslimische Rebellengruppen teils für die Unabhängigkeit Kaschmirs, teils für den Anschluss der Region an Pakistan.

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Mukhtar Khan

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