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Katalonien will öffentliches Leben wieder einschränken

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Coronavirus - Spanien
Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona hat angesichts schnell steigender Corona-Zahlen wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. © Jordi Boixareu/ZUMA Press Wire/dpa

Eine Impfrate von 90 Prozent - doch selbst das reicht nicht. In Katalonien steigen die Corona-Zahlen rasant. Auch der Metropole Barcelona stehen nun wieder harte Einschnitte bevor.

Barcelona - Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona hat angesichts schnell steigender Corona-Zahlen wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt.

So sollten Clubs, Bars und Discos geschlossen werden, nächtliche Ausgehbeschränkungen zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr gelten und die Auslastung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie die Zahl der Teilnehmer an privaten Treffen begrenzt werden, teilte die Regionalregierung der autonomen Gemeinschaft im Nordosten Spaniens mit. Diese Maßnahmen sollten am Freitag für zunächst 15 Tage in Kraft treten. Der Oberste Gerichtshof Kataloniens muss den Plänen allerdings noch zustimmen.

Die Corona-Zahlen steigen in Spanien trotz einer hohen Impfrate von rund 90 Prozent aller Menschen über zwölf Jahren sehr schnell. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist inzwischen mit gut 377 höher als in Deutschland (306,4). Auch in den Krankenhäusern nimmt die Belastung zu. Insgesamt 1442 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt und belegten damit 15,5 Prozent der Kapazitäten.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat angesichts der Entwicklung für Mittwochnachmittag eine Krisensitzung einberufen. Bei der Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften, die in etwa Ministerpräsidenten in Deutschland entsprechen, solle es um Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gehen, hatte Sánchez bei einer am Sonntag landesweit ausgestrahlten TV-Ansprache angekündigt.

Die hoch ansteckende Omikron-Variante des Virus zirkuliert auch in Spanien und dürfte nach Einschätzung von Experten schon bald vorherrschend sein. Außer Katalonien setzen die anderen Regionen aber bisher auf relativ milde Maßnahmen: einen schnellen Fortschritt bei den Drittimpfungen sowie auf die 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - beim Betreten vieler öffentlicher Innenräume, Beschränkungen bei der Auslastung von Gaststätten, Kinos und Konzerthallen sowie auf eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie teilweise auch im Freien. dpa

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