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Katrin Göring-Eckardt

Ausländische Hacker

Grünen-Politikerin gibt Bundesregierung Mitschuld an Hacker-Angriff

Russische Hacker sind in das Datennetzwerk des Bundes eingedrungen. Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin-Göring-Eckardt wundert das nicht.

Berlin - Nach dem Hacker-Angriff auf das Datennetzwerk des Bundes sieht die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt eine Mitschuld bei der Bundesregierung. Wer Sicherheitslücken in Programmen staatlicherseits ankaufe und sie bewusst offen lasse, müsse sich nicht wundern, selbst Opfer von Hackerangriffen zu werden, sagte Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Die Bundesregierung ist Opfer und Mitverantwortliche des Angriffs zugleich.“ Wer wie sie beim Schutz digitaler Infrastrukturen weitgehend untätig bleibe und das „digitalpolitische Kompetenzwirrwarr“ in den Ministerien nicht auflöse, sei Teil des Problems, nicht der Lösung.

Ausländische Hacker waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk eingedrungen. Cyberspione der russischen Gruppe „APT28“ hätten erfolgreich das deutsche Außen- und das Verteidigungsministerium angegriffen. Nach Darstellung der Bundesregierung haben die deutschen Sicherheitsbehörden den Angriff inzwischen unter Kontrolle.

Unfassbar: Geheimdienst erfuhr wohl aus Presse von Hacker-Angriff

Die Bundesregierung hatte vor rund dreieinhalb Jahren die Zusammenarbeit des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit einer Firma bestätigt, die auf den Verkauf von Software-Sicherheitslücken an Regierungen spezialisiert ist.

dpa

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