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Volker Kauder.

Attacke gegen Asylbewerberheim

Kauder: Tröglitz ist "Anschlag auf Rechtsstaat"

Den Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) als einen "Anschlag auf unseren Rechtsstaat" gewertet.

"So was darf keinen Erfolg haben. Wir müssen Flüchtlinge in unserem Land aufnehmen", sagte Kauder der Zeitung die "Welt" (Dienstagsausgabe). Der CDU-Politiker forderten mehr Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit, nachdem in der Nacht zu Samstag Unbekannte den Dachstuhl eines zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien vorgesehenen Wohnhauses in Brand gesteckt hatten.

Eigentlich sollten im Mai 40 Asylbewerber in dem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt untergebracht werden. Doch wurde das Gebäude bei dem Brand so schwer beschädigt, dass es unklar ist, wann es wieder bewohnbar ist. Tröglitz war Anfang März in die Schlagzeilen geraten, als der Bürgermeister Markus Nierth zurücktrat, weil er sich von Rechtsextremen bedroht fühlte, die vor seinem Wohnhaus gegen die Aufnahme der Flüchtlinge demonstrieren wollten. Der ehrenamtliche und parteilose Bürgermeister klagte zudem, er fühle sich von den örtlichen Behörden alleingelassen.

Entsetzen nach Brandanschlag in Tröglitz: Bilder

Entsetzen nach Brandanschlag in Tröglitz: Bilder

AFP

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