+
Unionsfraktionschef Volker Kauder: "Unsere Freiheit ist in allererster Linie durch den Terror bedroht und nichts anderes." Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Kauder: Anti-Terror-Kampf braucht starke Nachrichtendienste

Berlin (dpa) - Angesichts der jüngsten Terroranschläge in Frankreich und Tunesien plädiert Unionsfraktionschef Volker Kauder für starke Nachrichtendienste und Sicherheitsbehörden. "Sie benötigen das notwendige rechtliche Instrumentarium", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir führen in unserem Land zum Teil absurde Diskussionen, die an der Realität der Bedrohungen völlig vorbeigehen. Unsere Freiheit ist in allererster Linie durch den Terror bedroht und nichts anderes."

Um sich gegen den islamistischen Terror zur Wehr zu setzen, brauche es eine noch intensivere internationale Zusammenarbeit, betonte Kauder. Er fügte hinzu: "Das gilt besonders für die Kooperation der Nachrichtendienste."

Beim Angriff eines Attentäters auf eine Hotelanlage im tunesischen Badeort Sousse starb am Freitag mindestens ein Tourist aus Deutschland. Nach derartigen Vorfällen müsse auch die Wachsamkeit in Deutschland erhöht werden, argumentierte Kauder. "Wir müssen etwa Nachrichten viel ernster nehmen, wonach sich auch immer mehr junge weibliche Muslime der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen. Auch hierzulande sollte in jeder Moschee eine klare Grenze zum Extremismus und Terrorismus gezogen werden."

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: Angreifer auf Club in Silvesternacht in Istanbul gefasst
Istanbul - Der Angreifer drang in einen Club in Istanbul ein und richtete ein Blutbad an, dann floh der Mann. Mehr als zwei Wochen lang suchte die Polizei nach dem …
Bericht: Angreifer auf Club in Silvesternacht in Istanbul gefasst
Frau von Orlando-Attentäter festgenommen
Rodeo - Sieben Monate nach dem tödlichen Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando ist die Ehefrau des Attentäters festgenommen worden.
Frau von Orlando-Attentäter festgenommen
Kerry nennt Trumps Äußerungen über Merkel "unangebracht"
Washington - Der scheidende US-Außenminister John Kerry hat die Kritik von Donald Trump an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als "unangebracht" bezeichnet.
Kerry nennt Trumps Äußerungen über Merkel "unangebracht"
Wahl am Dienstag: Wer beerbt Schulz als EU-Parlamentspräsident?
Straßburg - Um die Nachfolge für den mächtigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz gab es in den vergangenen Wochen gehöriges Gerangel. Am Dienstag schreiten die …
Wahl am Dienstag: Wer beerbt Schulz als EU-Parlamentspräsident?

Kommentare