+
Der ägyptische Ex-Präsident Husni Mubarak soll nach seiner Haftentlassung nicht unter Hausarrest gestellt werden. Das berichteten die staatlichen Medien am Mittwochabend.

Nach Haftentlassung

Kein Hausarrest für Mubarak

Kairo - Der ägyptische Ex-Präsident Husni Mubarak soll nach seiner Haftentlassung nicht unter Hausarrest gestellt werden. Das berichteten die staatlichen Medien am Mittwochabend.

Er dürfe Ägypten aber wegen der gegen ihn noch laufenden Verfahren nicht verlassen. Ein Kairoer Gericht, das sich mit illegalen Geschenken des Medienkonzerns Al-Ahram an Mubarak befasst, hatte zuvor die Freilassung des 2011 gestürzten ehemaligen Staatschefs angeordnet. Begründet wurde die Entscheidung, die in Ägypten für große Aufregung sorgte, mit dem Alter und dem schlechten Gesundheitszustand Mubaraks. Außerdem habe der ehemalige Präsident das Geld, um das es in dem Verfahren geht, bereits zurückgezahlt.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Hamdien Sabahi schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Das Urteil, das wir respektieren und an das wir uns halten, ist das Urteil des Volkes, das Mubarak die Macht abgeben musste, und in der Geschichte gibt es keinen Weg zurück.“

Mubarak ist noch in zwei weiteren Verfahren angeklagt. Dabei geht es um staatliche Gelder, die für den Bau prunkvoller Residenzen der Mubarak-Familie verwendet worden sein sollen sowie um die Tötung von mehr als 800 Demonstranten Anfang 2011. In diesem Verfahren wurde die maximale Dauer der Untersuchungshaft bereits erreicht. Mit Mubaraks Entlassung aus dem Tora-Gefängnis wird am Donnerstag gerechnet.

# dpa-Notizblock

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lateinamerikanische Länder fordern Überprüfung der Wahl in Venezuela
Venezuela steckt in einer tiefen Krise, viele sind unzufrieden mit der Regierung. Trotzdem wollen die regierenden Sozialisten bei der Gouverneurswahl am Sonntag einen …
Lateinamerikanische Länder fordern Überprüfung der Wahl in Venezuela
Iraks Kurden verlieren weitere Gebiete
Am Montag zogen die Kurden aus der strategisch wichtigen Stadt Kirkuk ab und überließen sie der irakischen Armee. Einen Tag später müssen sie auch Ölfelder aufgeben. Ein …
Iraks Kurden verlieren weitere Gebiete
US-Richter stoppt jüngste Version von Trumps Einreiseverboten
US-Präsident Donald Trump ist mit den von ihm angestrebten Einreiseverboten erneut von einem Gericht ausgebremst worden.
US-Richter stoppt jüngste Version von Trumps Einreiseverboten
US-Politikerin behauptet, sie sei mit Aliens in Raumschiff mitgeflogen
Eine Kongress-Kandidatin aus Miami behauptet, sie habe schon des Öfteren telepathisch mit Aliens kommuniziert - und sei einmal sogar in einem Raumschiff mitgeflogen.
US-Politikerin behauptet, sie sei mit Aliens in Raumschiff mitgeflogen

Kommentare