+
Die Straßen nach Indien sind seit fast einer Woche blockiert. Foto: Narendra Shrestha

Kein Kerosin mehr in Nepal wegen Protesten

Kathmandu (dpa) - Flugzeuge internationaler Airlines können im Himalaya-Staat Nepal wegen einer Blockade der Handelswege kein Kerosin mehr tanken. Von Dienstagmittag an sollten die Maschinen ihre Tanks an einem anderen Flughafen füllen, erklärten die Behörden.

Im Süden des Landes protestieren Angehörige ethnischer Minderheiten gegen die gerade erst in Kraft getretene Verfassung. Alle Grenzübergänge nach Indien sind dicht; die einzige Straße nach China ist wegen des Erdbebens vom April noch kaum passierbar.

Bislang sei noch kein Flug aus dem Ausland gestrichen worden, sagte Ram Kumar Raya, Chef des Terminal-Managements an Nepals einzigem internationalen Flughafen in Kathmandu. Die Tankprobleme könnten für die Fluggesellschaften allerdings teuer werden: Wenn sie mit viel Kerosin starten, können sie weniger Passagiere mitnehmen. Für lange Flüge etwa in die Golfstaaten müssen die Airlines außerdem eine Zwischenlandung zum Auftanken einlegen, zum Beispiel in Indien.

Die Zahl der inländischen Flüge wurde bereits reduziert. Dies geschieht zu einer Zeit, in der wegen des Hindu-Festivals Dashain viele Nepalesen zu ihren Familien reisen wollen.

Die Straßen nach Indien sind seit fast einer Woche blockiert. In Nepal werden deswegen auch Benzin, Medikamente und Nahrungsmittel knapp. Auf den Straßen sind wegen der Benzinknappheit kaum noch Autos unterwegs, und Busse sind völlig überfüllt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Im ZDF-Talk „Maybrit Illner“ fehlt ausgerechnet die Gastgeberin. Der Grund ist ein trauriger.
Trauerfall bei Maybrit Illner: Matthias Fornoff ersetzt Talkmasterin in ZDF-Sendung
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Der Linken-Abgeordnete Hunko war schon beim Referendum in der Türkei Wahlbeobachter. Anschließend geriet er in die Kritik der Regierung. Nun wollte er für die OSZE …
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
Theo Waigel ist Ehrenvorsitzender der CSU. In seinem Gastbeitrag für den Münchner Merkur warnt er vor einer Trennung der Schwesternparteien CDU und CSU.
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.