+
Der Außenminister von Russland, Sergej Lawrow.

Wiederbelebung gescheitert

Keine Einigung auf neuen Dialog zwischen Nato und Russland

München - Die Verhandlungen über eine mögliche Wiederbelebung des wichtigsten Forums für Gespräche zwischen der Nato und Russland sind vorerst gescheitert.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg konnte am Freitag nach Diskussionen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow keine Einigung über ein neues Treffen des sogenannten Nato-Russland-Rats verkünden.

Zu den genauen Gründen wollte sich der Norweger nicht äußern. „Es gibt einige Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen der Nato und Russland“, sagte er lediglich. Die Gespräche würden fortgesetzt.

Der Nato-Russland-Rat war 2002 gegründet worden, um Vertrauen zwischen den Gegnern von einst aufzubauen. Er tagte auf Diplomatenebene zuletzt im Juni 2014. Seitdem lag der Dialog wegen des Ukraine-Konflikts auf Eis. Die Nato wirft Russland vor, die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert zu haben und die prorussischen Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen.

Als treibende Kraft hinter den Bemühungen um eine Wiederbelebung des Nato-Russland-Rats gilt die Bundesregierung. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte bereits im vergangenen Jahr offen für eine Wiederaufnahme des politischen Dialogs in dem Gremium geworben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Russischer UN-Botschafter Tschurkin überraschend gestorben
Moskau (dpa) - Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin ist Agenturberichten zufolge überraschend gestorben. Der Top-Diplomat sei am Montag in New York verstorben, …
Russischer UN-Botschafter Tschurkin überraschend gestorben
Russischer UN-Botschafter Tschurkin überraschend gestorben
Moskau - Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin ist Agenturberichten zufolge überraschend gestorben.
Russischer UN-Botschafter Tschurkin überraschend gestorben
US-Vizepräsident sichert EU Zusammenarbeit zu
Trumps Kommentare zur EU sorgten in weiten Teilen Europas für tiefe Verunsicherung. Jetzt reiste erstmals der Stellvertreter des neuen US-Präsidenten nach Brüssel. Er …
US-Vizepräsident sichert EU Zusammenarbeit zu
Türkei verlängert Polizeigewahrsam für "Welt"-Korrespondenten Yücel
Berlin - Die türkischen Behörden haben den Polizeigewahrsam für den Korrespondenten der deutschen Zeitung "Die Welt", Deniz Yücel, um weitere sieben Tage verlängert.
Türkei verlängert Polizeigewahrsam für "Welt"-Korrespondenten Yücel

Kommentare