+
Im Gegensatz zu den letzten Tagen ist es in der Nacht zum Sonntag an der österreichisch-ungarischen Grenze ruhig geblieben.

Gründe dafür sind unklar

Weniger Flüchtlinge: Ruhige Nacht an ungarischer Grenze

Nickelsdorf - In Deutschland werden Migranten mit Zügen und Bussen auf die Bundesländer verteilt. An der Grenze zwischen Österreich und Ungarn kehrt in der Nacht Ruhe ein. Wird das tagsüber so bleiben?

In der Nacht zum Sonntag sind keine weiteren Flüchtlinge aus Ungarn in Österreich angekommen. Dies sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor des Burgenlandes, Christian Stella, der österreichischen Nachrichtenagentur APA am frühen Morgen. Zuletzt waren gegen Mitternacht rund 1000 Menschen im ungarischen Grenzort Hegyeshalom eingetroffen. Sie mussten von dort rund zehn Kilometer weit über die Grenze laufen. Seit der Nacht zum Samstag seien etwa 10 000 Flüchtlinge aus Ungarn nach Österreich eingereist.

Die meisten fuhren weiter nach Deutschland. Zur ersten Anlaufstelle wurde München, wo auch in der Nacht weitere Züge mit Migranten ankamen. Binnen weniger Minuten fuhren im Münchner Hauptbahnhof gleich drei Züge ein - laut Bundespolizei mit insgesamt rund 2000 Menschen. Am Samstag waren der Bundespolizei zufolge 6900 Flüchtlingen in 26 Zügen über München nach Deutschland eingereist.

Von dort sollten die Migranten mit Zügen und Bussen auf die Bundesländer verteilt werden. Ein Sonderzug mit bis zu 1000 Flüchtlingen fuhr in der Nacht aus München in Richtung Dortmund, ein anderer mit bis zu 700 Menschen nach Braunschweig. Mit der Ankunft in Dortmund rechnete die dortige Polizei am Sonntagmorgen.

Auch in anderen Städten wie Saalfeld in Thüringen kamen Flüchtlinge aus Ungarn an. In einem Sonderzug trafen dort nach Angaben der Bundespolizei 569 Migranten am Samstagabend ein. Rund die Hälfte von ihnen sollte mit Bussen nach Dresden weiterreisen, um in der Offizierschule des Heeres untergebracht zu werden. Die ersten Flüchtlinge kamen in der Nacht dort an, wie ein Polizeisprecher berichtete.

Auch in Baden-Württemberg wurde in der Nacht mit der Ankunft von Flüchtlingen gerechnet. In 15 Bussen sollten 750 Menschen aus Österreich einreisen, um in Stuttgart und vier weiteren Orten unterzukommen. Allerdings mussten die Busse in Ulm anhalten. Grund war die Ruhezeit der Fahrer, wie ein Sprecher des Integrationsministeriums berichtete. Die Busfahrer hatten die maximale Tageslenkzeit erreicht. Nach rund vier Stunden konnten die Busse die Fahrt fortsetzen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„AKK“: CDU-Generalsekretärin statt Saarlands Ministerpräsident
„Die CDU kräftigen, in all ihren Wurzeln“: Angela Merkel will Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Generalsekretärin machen. Vom Posten der saarländischen …
„AKK“: CDU-Generalsekretärin statt Saarlands Ministerpräsident
Kaum Schutzwesten und Zelte? Das ist der Stand in der Bundeswehr
Berichte über technische Missstände bei der Bundeswehr sind keine Seltenheit. Tun sich etwa auch Versorgungslücken bereits bei der Basisausrüstung auf? Ein Sprecher …
Kaum Schutzwesten und Zelte? Das ist der Stand in der Bundeswehr
Fast jeder Zweite unzufrieden mit dem Bildungssystem
Berlin (dpa) - Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist nach einer Studie unzufrieden mit dem Schul- und Bildungssystem im eigenen Bundesland.
Fast jeder Zweite unzufrieden mit dem Bildungssystem
Hunderte Festnahmen begleiten türkische Offensive in Syrien
Istanbul (dpa) - Seit dem Beginn der Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordwestsyrien vor einem Monat wurden insgesamt 786 Menschen in der Türkei wegen …
Hunderte Festnahmen begleiten türkische Offensive in Syrien

Kommentare