Sie tötete ihren Vergewaltiger

Todesurteil gegen Iranerin nicht vollstreckt

Teheran - Das Todesurteil gegen eine junge Iranerin, die ihren Vergewaltiger in Notwehr getötet hatte, ist entgegen der Planung nicht vollstreckt worden - zumindest bisher.

Die 25-jährige Reyhaneh Jabbari sollte am Mittwoch in einem Gefängnis westlich der Hauptstadt Teheran als Mörderin gehängt werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr fand die Hinrichtung aber nicht statt. Es blieb unklar, ob das Todesurteil ganz revidiert oder die Vollstreckung nur verschoben wurde.

Jabbari hatte vor sieben Jahren einen Mann erstochen, weil er sie vergewaltigen wollte. Im Ausland und in sozialen Netzwerken wurde heftig gegen das Urteil protestiert. In iranischen Medien aber wird Jabbari nicht als Opfer, sondern als Täterin dargestellt. Prozessbeobachter in Teheran vermuten, dass nun die Familie ihres mutmaßlichen Angreifers von einer Begnadigung überzeugt werden soll.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren
Das sagen die letzten Umfragen vor der Bundestagswahl 2017: Union und SPD verlieren, die AfD legt weiter zu.
Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren
USA schicken Bomber über Gewässer östlich von Nordkorea
Washington - Im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen-Programm haben die USA am Samstag mehrere B-1B-Bomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum …
USA schicken Bomber über Gewässer östlich von Nordkorea
Konflikt um Katalonien spitzt sich zu: Streit um Polizei
Am 1. Oktober wollen die Separatisten in Katalonien über die Abspaltung von Spanien abstimmen. Das „verbindliche Referendum“, das von der Justiz untersagt wurde, will …
Konflikt um Katalonien spitzt sich zu: Streit um Polizei
Nach Mays Brexit-Rede: Weltweite Kritik nimmt zu
Die Kritik an der Brexit-Rede von Theresa May nimmt zu. Besonders bitter für die Premierministerin: Nach ihrem Auftritt stufte eine US-Ratingagentur die Kreditwürdigkeit …
Nach Mays Brexit-Rede: Weltweite Kritik nimmt zu

Kommentare