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In einem Referendum haben sich die Kroaten gegen die Verankerung der gleichgeschlechtlichen Ehe in ihrer Verfassung ausgesprochen

Bürger stimmen dagegen

Keine Homo-Ehe in kroatischer Verfassung

Zagreb - Die Bürger des EU-Neumitglieds Kroatien haben in einem Referendum gegen die Einführung der Homo-Ehe gestimmt.

Wie die Wahlkommission in Zagreb am Sonntagabend nach der Auszählung der Stimmen aus rund einem Drittel der Wahllokale bekanntgab, stimmten fast 65 Prozent der Wähler für eine Verfassungsänderung, wonach eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau eingegangen werden kann. Rund 35 Prozent stimmten dagegen. Eine Mindestwahlbeteiligung war nicht festgeschrieben worden.

Das Referendum war von der konservativen Bürgerinitiative Im Namen der Familie angestrengt worden, die dafür 700.000 Unterschriften gesammelt hatte. Die katholische Kirche, der fast 90 Prozent der 4,2 Millionen Kroaten angehören, hatte dazu aufgerufen, für die Verfassungsänderung zu stimmen. Die Mitte-Links-Regierung lehnte die Initiative dagegen als diskriminierend ab. Sie will eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare einführen und hat bereits einen Gesetzesentwurf angekündigt.

Das Referendum sei "traurig und sinnlos", sagte Regierungschef Zoran Milanovic nach seiner Stimmabgabe am Sonntag. "Ich hoffe, dies ist das letzte Referendum über Themen, die den persönlichen Bereich der Familien betreffen, in den niemand eindringen sollte." Am Samstag hatten in Zagreb etwa tausend Menschen gegen die Abstimmung demonstriert.

afp

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